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Kurt A. Körber
Foto: Körber-Stiftung

100 Jahre Kurt A. Körber -
50 Jahre Körber-Stiftung

Zwei Jubiläen und eine einmalige Initiative für Hamburg

2009 jährt sich der Geburtstag des Stifters Kurt A. Körber zum 100. Mal, seine Körber-Stiftung wird 50. Internationale Politik, Bildung, Wissenschaft, Gesellschaft und Junge Kultur: In diesen Bereichen ist die Körber-Stiftung mit einer Vielzahl eigener Projekte und Veranstaltungen national und international aktiv. Bürgerinnen und Bürgern, die nicht alles so lassen wollen, wie es ist, bietet sie Chancen zur Mitwirkung und Anregungen für eigene Initiativen. 

Kurt A. Körber im Video:

Nachgefragt: Kurt A. Körber
Portrait eines Anstifters
Christian Wriedt, Vorstandsvorsitzender der Körber-Stiftung, erinnert sich an Kurt A. Körber

Neue Publikation über Kurt A. Körber:

Hermann Schreiber
Kapitalist mit Gemeinsinn
Ein Essay über Kurt A. Körber

 

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Sitz der Körber-Stiftung, Hamburg, Kehrwieder 12
Foto: Körber-Stiftung

 »Anstifter« wollte er sein, nie Mäzen. Dem Unternehmer Kurt A. Körber reichte es nicht, nur Geld zu geben, er wollte Impulse für die gesellschaftliche Entwicklung setzen. Wollte Dialog, Austausch, Erneuerung und Weiterentwicklung. Vor fünfzig Jahren gründete er dazu die Körber-Stiftung. 100 Jahre Kurt A. Körber, 50 Jahre Körber-Stiftung – Gelegenheit zum Feiern ist dies allemal. Aber auch für mehr: Mit »Anstiften! 50 Impulse für Hamburg« ruft die Körber-Stiftung einen Wettbewerb aus, der – wie ihr Gründer – Unternehmen und Ideengeber für das Gemeinwohl in der Hansestadt zusammenbringen möchte. Und ganz Hamburg ist eingeladen, mitzumachen!

Worum geht es? »Der Wettbewerb ‚Anstiften’ richtet sich an Initiativen aus den Bereichen Bildung, Soziales, Kultur, Integration und Umwelt in der Metropolregion Hamburg. Wir laden Sie alle ein, innovative Projekte vorzuschlagen«, sagt der Vorstandsvorsitzende der Körber-Stiftung Christian Wriedt. »Für die 50 besten Ideen stellen wir als Preisgeld insgesamt 250 000 Euro zur Verfügung. Eine unabhängige Jury mit Hamburger Experten entscheidet, wer ausgezeichnet wird.«

Doch damit nicht genug. Den Körber’schen Grundgedanken, andere für eine gute Sache mit ins Boot zu holen, hat der Vorstand aufgegriffen und ausgebaut. Für jedes der 50 Projekte will die Stiftung ein Unternehmen finden, das mit weiteren 5000 Euro das Fördergeld verdoppelt. Insgesamt stehen dann 500 000 Euro für die Umsetzung neuer Ideen zur Verfügung. Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen ist das ein seltener Glücksfall: Die finanziellen Mittel sind da.

Jetzt können Einrichtungen und Initiativen – ob Kita oder Theatergruppe, ob Künstlerhaus oder Schule, ob Seniorentreff oder Stadtteilinitiative – ihre kreativen Ideen sprudeln lassen. Und wer weiß, vielleicht entwickeln sich ja zwischen den 50 Unternehmern und den Initiativen dauerhafte Partnerschaften.

»In der Zusammenarbeit mit Vereinen und Projekten erfahren wir täglich, wie viel  kreatives Potenzial, wie viele gute Ideen in den Köpfen von aktiven Menschen schlummern«, so Dr. Lothar Dittmer, der im Stiftungsvorstand die Bereiche Bildung und Wissenschaft verantwortet. Er weiß: »Oft bedarf es gar nicht riesiger Summen, um die guten Vorhaben zu realisieren. 10 000 Euro sind hier sehr viel Geld.« Gleichzeitig ist der Anteil der Unternehmen mit einmalig 5 000 Euro niedrig genug, um auch kleineren Betrieben die Teilnahme zu ermöglichen.

Gleich 50 Hamburger Unternehmen für das Projekt zu gewinnen erscheint ein hochgestecktes Ziel. »Wir sind mit unserer Idee bei Handelskammer und Handwerkskammer auf Begeisterung gestoßen - sie unterstützen uns sehr«, freut sich Dr. Klaus Wehmeier, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Körber-Stiftung. »Durch den Wettbewerb vernetzen wir zwei Welten in der Stadt, die bislang wenig Berührungspunkte hatten. Wenn unsere Jubiläumsinitiative dazu beiträgt, Brücken zu schlagen, haben wir viel erreicht.«

»Anstiften!« folgt dem Grundgedanken des Stifters. »Körber wollte, dass sich  Menschen aktiv für das Gemeinwohl einsetzen. Und er hatte eigene Ideen, suchte Verbündete, um Projekte gemeinsam zu realisieren. Die Hansestadt lag dem Wahlhamburger dabei stets besonders am Herzen«, erklärt Christian Wriedt, der noch für den Stifter persönlich gearbeitet hat.

Unter der Überschrift »Das Engagement des Stifters« lässt sich in Kurt Körbers Biografie nachlesen, wie der Unternehmer seine Stiftung aufbaute und welches seine ersten geförderten Projekte waren.

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