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Willkommen bei DemokratieMitWirkung!

Der Sonderwettbewerb »DemokratieMitWirkung« forderte im Jahr 2009 Preisträger des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten im Alter von 18-25 Jahren dazu auf, Beispiele gelebter Demokratie in Deutschland zu dokumentieren oder sich kreativ-künstlerisch mit ihnen auseinander zu setzen. Es gilt, die Erfolgsgeschichte des Grundgesetzes auf Wunsch und Wirklichkeit hin zu überprüfen und eigene Anstöße für die Weiterentwicklung der Demokratie zu leisten.

Demokratie braucht aktive Menschen!

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland gilt als eine der fortschrittlichsten Verfassungen in der Welt. In den ersten 19 Artikeln werden die Grundrechte verbürgt: vom Schutz der Menschenwürde über die Freiheit der Meinungsäußerung bis zur Unverletzlichkeit der Wohnung. Die Wahrung der Grundrechte ist Aufgabe des Staates – und wie steht es um die praktische Wahrnehmung der Grundrechte durch die Bürgerinnen und Bürger? Wie wird die Demokratie mit Leben gefüllt, um welche Werte des Grundgesetzes wird gestritten, welche guten Beispiele gibt es im Alltag des demokratischen Zusammenlebens, und was lohnt, grundsätzlich überdacht und weiterentwickelt zu werden?

Das 60-jährige Jubiläum des Grundgesetzes im Mai 2009 bietet Anlass, die demokratische Kultur in Deutschland einer Prüfung zu unterziehen. Es gilt, Stärken und Schwächen zu benennen, Leistungen und Leerstellen sichtbar zu machen und Ideen für die künftige Gestaltung des Miteinanders zu entwickeln.

Bei der Sonderinitiative »DemokratieMitWirkung« waren alle Preisträgerinnen und Preisträger vorangegangener Geschichtswettbewerbe des Bundespräsidenten, die im Zeitraum von 1983 bis 1990 geboren wurden, aufgerufen, sich an einem Wettbewerb zu Demokratie und Grundgesetz zu beteiligen – in Form einer Dokumentation, eines Essays oder eines kreativen Beitrags.

20. Mai 2009 – Matinee beim Bundespräsidenten

Am Mittwoch, den 20. Mai 2009, wurden drei Preisträger der Sonderinitiative »DemokratieMitWirkung« zusammen mit weiteren 100 Jugendlichen von Bundespräsident Horst Köhler zu einer Matinee in Schloss Bellevue geladen. Die Matinee stand unter dem Motto »Lebendige Demokratie – Junge Leute feiern 60 Jahre Grundgesetz«. Auf dem Podium diskutierten Sarah Grandke aus Prenzlau, Alexander Koerfer aus Aachen und Mohammed El-Asmer aus Berlin mit Rita Süssmuth, Hildegard Hamm-Brücher und Joachim Gauck über politische Partizipation von Jugendlichen, demokratisches Handeln in der Schule und Bürgeropposition und -engagement. Begleitet wurden die Gesprächsrunden von Theaterimprovisationen der Gruppe »hidden shakespeare« aus Hamburg, durch die Veranstaltung führte Caren Miosga.
Programm (PDF)
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Die Preisträger

Den 1. Preis bei »DemokratieMitWirkung« errang Sarah Grandke aus Prenzlau. Sie setzte sich in ihrem Essay mit bürgerschaftlichem Engagement am Beispiel der Initiative »Gegen die Stationierung von Kampfhubschrauber in Prenzlau« auseinander, die sich Ende der 1980er Jahre in DDR erfolgreich gegen die Militarisierung ihrer Region zur Wehr setzte. Grandke reflektierte Unterschiede, Chancen und Möglichkeiten eines Engagements in Diktatur und Demokratie.

Mit dem 2. Preis wurde Franziska Hopfner aus München ausgezeichnet. In ihrem Beitrag diskutierte sie die Vereinbarkeit des Artikels 1 des Grundgesetzes (»Die Würde des Menschen ist unantastbar«) mit der rechtlichen Regelung zur Patientenverfügung. Franziska Hopfner plädiert dafür, dass das Sterben als letzte Phase des Lebens in seiner besonderen Privatheit und Intimität gesetzlich nicht geregelt werden dürfe.

Den 3. Preis erzielte Inga Kugenbuch aus Berlin. Auf der Suche nach Vorbildern für das eigene demokratische Engagement wurde sie bei drei Jugendlichen aus dem sächsischen Ortmannsdorf fündig, die sich in der DDR 1989 mit verschiedenen Protestaktionen gegen die Einstellung der systemkritischen Zeitschrift »Sputnik« zur Wehr setzten.

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