Meldung vom Mittwoch, 7. Juli 2010
25 Jahre nach Tschernobyl
Im Vorfeld des 25. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl veranstaltete EUSTORY, das Geschichtsnetzwerk für Junge Europäer, vom 9. bis 18. Juli eine Studienreise für Alumni nach Minsk. 30 ehemalige Preisträger aus 15 europäischen Ländern untersuchten vor Ort die Auswirkungen des Reaktorunfalls vom 26. April 1986 auf Menschen und Umwelt in Weißrussland, das bis heute zu den Ländern gehört, die am meisten von den Folgen von Tschernobyl betroffen sind. Das Seminar ist Teil des Projekts »25 Jahre nach Tschernobyl. Wege zu einer transnationalen Erinnerungskultur«, das das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund und die Stiftung Mercator in Kooperation mit EUSTORY und der IBB »Johannes Rau« Minsk durchführen.
Die Teilnehmer der Studienreise kamen aus Deutschland, Weißrussland, Rumänien, Lettland, Slowenien, Belgien, der Schweiz, Bulgarien, Serbien, der Slowakei, der Tschechischen Republik, Estland, Dänemark, Russland und Polen. Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten war mit Stefanie Aufderhaar (Nordrhein-Westfalen), Christiane Munz (Baden-Württemberg), Stefanie Signe Schmidt und Bettina Frevert (beide aus Berlin) vertreten.
Sie trafen Zeitzeugen und Betroffene der Reaktorkatastrophe: die Liquidatoren, die zu Evakuierungs-, Lösch- und Aufräumarbeiten eingesetzt wurden, Menschen, die aus den verstrahlten Gebieten umgesiedelt wurden sowie Kinder, die bis heute in den radioaktiv belasteten Gebieten leben. Neben der menschlichen Dimension der Katastrophe gingen die Teilnehmer auch den ökologischen und energiepolitischen Folgen von Tschernobyl sowie der gesamteuropäischen Erinnerungsgeschichte an den Super-GAU auf den Grund.
www.eustory.eu
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