Meldung vom Mittwoch, 26. Januar 2011
EUSTORY-Lehrerseminar in Venedig
Vom 27. – 30 Januar 2011 findet in Venedig ein europäisches EUSTORY-Lehrerseminar zum Thema »History and civic consciousness« statt. Im Rahmen des Seminars sollen Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam Projekte zur Menschenrechtserziehung und Demokratiebildung für Schüler und Studenten entwickeln. Ausgerichtet und finanziert wird das Seminar durch die italienische Stiftung »Fondazione per la Scuola«. Aus Deutschland nehmen fünf Lehrerinnen und Lehrer teil, die sich seit vielen Jahren als Juroren und Tutoren beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten engagieren.
Im Mittelpunkt des Seminars steht die Frage, inwieweit Geschichte ein Instrument zur Stärkung des demokratischen Bewusstseins in Europa sein kann. Ob in Gedenkstätten oder durch Denkmäler, ob über Staatsymbole oder Rituale: Historisches Erinnern kann die Identifikation der Bürger mit Staat und Zivilgesellschaft befördern. Zugleich aber können Erinnerungsorte abweichende Perspektiven und Erinnerungen ausschließen. Die historische Erinnerung kann so zu einem belastenden Vermächtnis werden, Nationalismen und Ressentiments stärken.
Das Lehrerseminar der Fondazione per la Scuola zielt auf den Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Mit dem Ziel, gemeinsame Projekte zur Menschenrechtserziehung und Demokratiebildung für Schüler und Studenten zu entwickeln, diskutieren sie die Frage nach der Bedeutung der Vergangenheit für das heutige Demokratieverständnis in ihren Heimatländern und in Europa. Als Referenten sind Juristen, Historiker und weitere Fachexperten geladen, die aus ihrer Arbeit in internationalen Wahrheitsfindungskommissionen berichten und sich mit Fragen der Aussöhnung und der Strafverfolgung von Tätern, die Menschenrechte massiv verletzt haben, beruflich befassen.
Weitere Informationen unter: www.eustory.eu
Hier können Sie diese Webseite auf Facebook weiterempfehlen:





































