Meldung vom Donnerstag, 7. Oktober 2010
EUSTORY-Preisträgerseminar zum Dialog der Religionen in Bulgarien
Die Wechselwirkungen zwischen Islam, Christentum und Judentum stehen im Mittelpunkt des internationalen Seminars, das das Geschichtsnetzwerk EUSTORY vom 10.-17. Oktober in Bulgarien für Preisträger von Geschichtswettbewerben aus 12 europäischen Ländern durchführt. Das Thema des Seminars lautet: »Zwischen Orient und Okzident – Vielfalt der Religionen in Bulgarien«.
Heute dominiert im religiösen Leben Bulgariens die christliche Orthodoxie. Doch über viele Jahrhunderte wurde das Land durch die anderen großen monotheistischen Religionen, den Islam und das Judentum, entscheidend mit geprägt. Mehrere Jahrhunderte osmanischer Herrschaft und aktive Gemeinden sefardischer und aschkenasischer Juden sind in dem Balkanland bis heute sichtbar und spürbar.
Eine Gruppe von 20 Preisträgern von EUSTORY-Geschichtswettbewerben aus Dänemark, Estland, Finnland, Italien, Lettland, Polen, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Spanien und Deutschland erforscht vom 10.-17. Oktober vor Ort das Verhältnis der Religionen in Bulgarien in Geschichte und Gegenwart. Das Programm konzentriert sich auf die Hauptstadt Sofia, wo die Teilnehmer zunächst das Verhältnis von Religion und Staat in den Blick nehmen; der zweite Teil des Programms widmet sich der zweitgrößten bulgarischen Stadt Plovdiv, jahrhundertelang die Schnittstelle großer Verkehrswege zwischen Europa, Asien und Afrika. Hier führen die Teilnehmer Gespräche mit Vertretern der drei großen Religionen.
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Die Ergebnisse ihrer Arbeit dokumentieren sie am Ende des Seminars im »Virtuellen Museum« des historischen Museums von Plovdiv, einer Internetplattform, die die Geschichte der verschiedenen ethnischen und religiösen Minderheiten in Bulgarien dokumentiert.
Das Seminar wird in Kooperation mit der bulgarischen EUSTORY-Partnerorganisation, der Values-Foundation, durchgeführt und von der Gerda-Henkel-Stiftung finanziert.
www.eustory.eu
EUSTORY Blog: http://eustory.wordpress.com/
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