Meldung vom Mittwoch, 9. Februar 2011
»Klartext«-Jugendliche rufen auf: Wählen gehen!
Aktuelle und ehemalige Teilnehmer des Programms »Klartext – Jugendliche fragen nach« rufen alle jungen Hamburger dazu auf, ihr Wahlrecht auszuüben. Denn mehr als 45.000 junge Erwachsene in Hamburg dürfen am 20. Februar zum ersten Mal über die Zusammensetzung der Bürgerschaft und der Bezirksparlamente an den Urnen mitbestimmen.
Warum ich am 20. Februar 2011 wählen gehe?
Pamina Becker, 19, meint: »Ich gehe wählen, weil mich Politik interessiert. Es ist wichtig – jede Stimme kann schließlich etwas bewirken! Ich mag es nicht, wenn Leute immer nur über Politik meckern, aber dann nicht zur Wahl gehen. Es ist ein Privileg, überhaupt wählen gehen zu können, in einigen Ländern ist das immer noch nicht möglich, ohne dass Wähler Angst um ihr Leben haben müssen! Vor allem junge Menschen wollen und sollen Verantwortung in unserer Gesellschaft übernehmen, wählen gehen wäre doch ein guter Anfang…oder?«
Weitere Stimmen:
Jonas Koch, 20 Jahre: »Gerade wenn es wie bei dieser Wahl auch viel um Bildungspolitik geht, finde ich es wichtig, als junger Mensch mit zu entscheiden. Warum sollten ältere Leute entscheiden, was doch uns angeht?! Bei dieser Wahl geht es um unsere Zukunft!«
Celina, 17 Jahre: »Ich würde gerne wählen gehen; leider bin ich noch nicht alt genug. Mein ehemaliger Lehrer in Politik hat mich mit dem Satz „Jede Stimme zählt!“ sehr geprägt und daher ist es auch mein Anliegen wählen zu gehen, sobald ich nach dem Gesetz alt genug bin. Man kann sich schließlich nicht über unsere Politik beschweren, wenn man sich nicht selber durch seine Stimme dazu geäußert hat!«
Leonie Sontheimer, 18 Jahre: »Ich ärger mich total, dass ich nicht in Hamburg gemeldet bin. Ich bin 18 und damit wahlberechtigt, aber ich habe versäumt, mich umzumelden, nachdem ich nach Hamburg gezogen bin. Jetzt kann ich weder meine Stimme für die Partei abgeben, die meinen Vorstellungen am besten entspricht, noch als Wahlhelferin ein bisschen Geld verdienen. Dafür werde ich in Niedersachsen wählen; denn es ist mir wichtig, die Möglichkeiten, die ich habe, in der Politik mitzuwirken, wahrzunehmen und dazu beizutragen, dass Deutschland auch in der Realität – und nicht nur auf dem Papier – eine Demokratie ist…«
Arno, 16 Jahre: »Wenn man denkt, dass Politiker alle gleich sind und dass man sowieso nichts ändern kann, lügt man sich an. Jede Stimme zählt, du machst den Unterschied!«
Informationen zur Bürgerschafts- und Bezirksversammlungswahl am 20. Februar, den vier Stimmzetteln und den bis zu 20 Stimmen, die abgegeben werden können, gibt es in einem Flyer der Stadt Hamburg.
Wer noch Entscheidungshilfe benötigt, welche Partei seine Interessen am besten vertritt, kann den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung nutzen.
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