Porträt
Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ...
... will bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte wecken, Selbstständigkeit fördern und Verantwortungsbewusstsein stärken. Der methodische Zugriff wird durch das »forschende Lernen« und den »lebensweltlichen Bezug« bestimmt: Jugendliche setzen sich mit Geschichte auseinander, die vor der eigenen Haustür stattgefunden hat – und die oft bis in die Gegenwart nachwirkt.
Der Wettbewerb, seit 1973 von der Hamburger Körber-Stiftung ausgerichtet, geht zurück auf eine gemeinsame Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und des Hamburger Stifters Kurt A. Körber. Sie wollten junge Menschen zur Auseinandersetzung mit den demokratischen Traditionen der deutschen Geschichte anregen.
Mit Ausschreibungen wie »Alltag im Nationalsozialismus« (1980/81), »Umwelt hat Geschichte« (1986/87) oder »Helden: verehrt – verkannt – vergessen« (2008/09) hat der Wettbewerb seither immer wieder gesellschaftlich relevante Themen der Zeit aufgegriffen und für eine öffentliche Debatte über die Vergangenheit gesorgt.
Seit 1973 haben insgesamt über 120.000 Jugendliche mit rund 25.000 Projekten am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teilgenommen. Damit hat sich der Geschichtswettbewerb zur größten koordinierten Laienforschungsbewegung in Deutschland entwickelt.
Die 22. Ausschreibung startet am 1. September 2010 mit der Bekanntgabe des neuen Wettbewerbsthemas.
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