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Helden: verehrt – verkannt – vergessen

Foto: David Ausserhofer

Was verstehen heutige Jugendliche unter »Helden«? Worin sehen sie vorbildliches Verhalten und worin nicht? Welche unentdeckten historischen Helden stellen sie ins Rampenlicht? Inmitten der größten Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland waren die Jugendlichen aufgefordert, nach den  Helden in der Geschichte zu forschen und hierbei jene Werte und Normen zu reflektieren, die an Vorbilder zu unterschiedlichen Zeiten in der Geschichte angelegt wurden.

In ihren Arbeiten gingen die Teilnehmer historischen Beispielen für Zivilcourage nach. Sie fragten nach den Interessen und Motiven der Heldenmacher und demontierten falsche Vorbilder. Dabei entwickelten die Jugendlichen ihre eigenen Heldendefinitionen. Helden waren für sie vor allem sozial verantwortlich handelnde Personen, die friedfertigen und uneigennützigen Motiven folgten und die bereit waren, für ihre Ideale und ihre Mitmenschen Opfer zu erbringen. Zugleich kritisierten sie medial inszenierten Heldenruhm, der in seiner Vergänglichkeit und Oberflächlichkeit von den Jugendlichen auch als Ausdruck einer überindividualisierten Gesellschaft verstanden wurde.

Rund ein Drittel aller Teilnehmer befasste sich mit stillen Helden und Widerstandskämpfern während des Nationalsozialismus. Häufig forschten die Kinder und Jugendlichen auch zu Alltagshelden wie Lebensrettern und zu Vorkämpfern der Demokratie und Fraurechtlerinnen. Vor allem ältere Teilnehmer interessierten sich für die Rezeptionsgeschichte lokaler Helden und für die Auseinandersetzung um Denkmäler oder die Vereinnahmung von Helden unter verschiedenen politischen Vorzeichen.

Wettbewerb 2008/09:
6.624 Teilnehmer,
1.831 Beiträge

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