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Foto: Jann Wilken

Meldung vom Dienstag, 22. September 2009

Vorhang auf und Bühne frei für das Schultheater!

„Spielplatz = Stadtraum“ lautet das Motto des diesjährigen Festivals, das gleichzeitig Europas größtes Schultheatertreffen ist und das die Körber-Stiftung gemeinsam mit dem Bundesverband Theater in Schulen ausrichtet. Am 21. September war das Schultheater zu Gast im KörberForum. „Was für ein Theater“ lautete das Motto des Abends, in dessen Mittelpunkt die Frage stand, was Schultheater in der Schule und weit darüber hinaus leisten kann. Joachim Lux, Intendant des Thalia Theaters, die Schauspielerin Lisa Hagmeister und Gunter Mieruch, Gestaltungsreferent für Darstellendes Spiel in der Bildungsbehörde Hamburg diskutierten darüber unter der Leitung von Catarina Felixmüller von NDR 90,3. Natürlich gab es auch an diesem Abend Schultheater zum Anfassen: 20 Schülerinnen und Schüler des Heilwig-Gymnasiums beeindruckten mit einer Performance aus dem Schulalltag.
Schon am Nachmittag des Eröffnungstages demonstrierten rund 100 Hamburger Schüler an den Landungsbrücken eindrucksvoll, was passiert, wenn der öffentliche Raum zur Bühne wird. Unter dem Titel „Große Freiheit Landungsbrücken“ zeigten sie ein Radioballett, das all diejenigen zum Mitmachen einlud, die mit Radio, MP3-Player und Kopfhörern ausgerüstet waren. Mit Unterstützung von Passanten, Touristen und Teilnehmern des Schultheaters der Länder entstand so ein Kollektiv aus Bewegung, Gesten und Tönen auf den Spuren des Fernwehs und der Freiheit vergangener und zukünftiger Zeiten.
Auf Kampnagel wurde es am Abend des 20. September bunt: Schülerinnen des Heilwig-Gymnasiums präsentierten eine fesselnde Tanzperformance, das Schüler-Duo „Basement Sounds“ heizte dem Publikum mit Rap kräftig ein und die Schultheatergruppen aus allen 16 Bundesländern gaben mit Kurzperformances einen Eindruck von den Produktionen, die sie im Rahmen des Festivals bis zum 25. September zeigen werden. Bildungssenatorin Christa Goetsch unterstrich in ihrer Rede die Bedeutung des Schultheaters für eine zukunftsorientierte Bildungspolitik, Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard wies besonders auf die fruchtbaren Wechselwirkungen zwischen dem professionellen Theater und der Schultheaterszene hin. Für die Körber-Stiftung unterstrich Vorstandsmitglied Dr. Lothar Dittmer die zentrale Rolle, die das Schultheater der Länder in der nachhaltigen Unterstützung kulturell-ästhetischer Bildung durch die Stiftung einnimmt. Für den Bundesverband Theater in Schulen forderte der Vorstandsvorsitzende Dieter Linck ein verstärktes Engagement der Kultusministerien und Bildungspolitiker im Rahmen der grundständigen Lehrerausbildung für das Darstellende Spiel.

Bericht


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