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Collage: Gerda Henkel Stiftung

Meldung vom Mittwoch, 22. Januar 2014

Schlafwandler oder Brandstifter?

In diesem Jahr jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Seit einiger Zeit ist die wissenschaftliche und öffentliche Debatte um die Kriegsschuld neu entbrannt. Gab es einen Hauptverantwortlichen für den Kriegsausbruch? War der Weltkrieg ein Ergebnis von Missverständnissen und Fehleinschätzungen? Oder doch eine zwangsläufige Folge der aggressiven Außenpolitik einzelner Staaten? Waren die führenden europäischen Politiker vor 100 Jahren »Schlafwandler«, die zu spät aufgewacht sind? Oder »Brandstifter«, die den Ausbruch eines großen Kriegs billigend in Kauf nahmen?

Im nächsten Gespräch des Webtalks History@Debate widmen sich Gerda Henkel Stiftung und Körber-Stiftung am Freitag, den 24. Januar, von 15.00 bis 16.30 Uhr diesen Fragen. Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler (Berlin) und die Historiker Gerd Krumeich (Düsseldorf) und Sönke Neitzel (London) beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Ersten Weltkrieg und dem europäischen Staatensystem. Alle drei haben sich in den letzte Wochen in Veröffentlichungen und Debattenbeiträgen zu den Kriegsursachen zu Wort gemeldet. Bei History@Debate treffen sie aufeinander, moderiert von Juliane Haubold-Stolle, Projektleiterin der anstehenden Ausstellung »1914-1918« am Deutschen Historischen Museum. Die Veranstaltung wird vollständig und live im Internet übertragen. Über Twitter können die Zuschauer mit dem Hashtag #hist14 Fragen und Kommentare direkt in das Gespräch einbringen.

»Die aktuelle Diskussion zu den Kriegsursachen ist nicht nur für Historiker interessant«, so Sven Tetzlaff, der als Leiter des Bereichs Bildung den Themenschwerpunkt »Erinnerung schafft Zukunft« der Körber-Stiftung verantwortet. »Sie wird auch zeigen, ob es uns gelingt, uns in Europa über einen gemeinsamen Umgang mit der Geschichte zu verständigen. Das hat auch für unser weiteres Zusammenleben wichtige Folgen«. Daher wird sich die Körber-Stiftung unter dem Titel »Europe 14/14« im nächsten Halbjahr mit verschiedenen Partnern den Hintergründen und Folgen des Ersten Weltkriegs widmen. Neben History@Debate sind verschiedene Workshops und ein Begegnungscampus für Jugendlich aus ganz Europa in Planung.

Zur Veranstaltung
Video

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