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Julian Nida-Rümelin

Der Akademisierungswahn

Zur Krise beruflicher und akademischer Bildung

Irrwege der deutschen Bildungspolitik

Die deutsche Bildungspolitik ist auf dem Holzweg: Die berufliche Bildung wird vernachlässigt, die akademische Bildung wird immer beliebiger und flacher. Mit dieser These trat Julian Nida-Rümelin, Philosoph und streitbarer Kulturpolitiker, im Herbst eine Debatte los.

Seinen Kritikern hält Nida-Rümelin in diesem Essay starke Argumente entgegen: Er plädiert für ein Bildungssystem, das sich konsequent an der Vielfalt von Begabungen, Interessen, Berufsund Lebenswegen orientiert. Das kann durch eine gute und gründliche universitäre Ausbildung geschehen, die natürlich jedem begabten jungen Menschen, der studieren will, offenstehen soll. Zu diesem System gehört aber auch die berufliche Bildung, um die Deutschland in der ganzen Welt beneidet wird. Doch im eigenen Land schwindet die Anerkennung für diesen Weg in den Beruf – so entsteht eine Abwärtsspirale, die den Fachkräftemangel noch verstärkt, der aus demografischen Gründen ohnehin droht.

Es kann nicht sein, dass wegen schiefer internationaler Vergleiche die Stärken des deutschen Bildungssystems geopfert werden, erklärt Nida-Rümelin. Berufliche und akademische Bildung sind unterschiedliche, aber gleichwertige Wege zu einem gemeinsamen Ziel: jede Person nach ihren Fähigkeiten zu bilden.

Hören Sie rein in die Buchpremiere
mit Julian Nida-Rümelin und Ralf Müller-Schmid (dradio wissen)
im KörberForum – Kehrwieder 12
vom 15. Oktober 2014
Video

Cover zum Download (JPG)


256 Seiten mit 5 Tabellen und 7 s/w-Abbildungen
Klappenbroschur | 13 x 20 cm
ISBN: 978-3-89684-161-2

16,00 € (D)

Bücher von Julian Nida-Rümelin

Philosophie einer humanen Bildung

Die deutsche Bildungskrise ist primär eine der Ideen. Nida-Rümelins »Philosophie einer humanen Bildung« gibt den Anstoß zu einer neuen gesellschaftlichen Verständigung darüber, was Bildung heute bedeutet: für uns, für unsere Zukunft, für unser Bild vom Menschen.

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Wunschmaschine Wissenschaft

Wissenschaft auf dem Prüfstand. Junge Forscher und ausgewiesene Fachleute reflektieren den Balanceakt wissenschaftlichen Forschens zwischen ökonomischen Zwängen und gesellschaftlichen Erwartungen.

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