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Michael Rühle

Gute und schlechte Atombomben

Berlin muss die nukleare Realität mitgestalten

Deutschland hat nukleare Interessen. Mit dieser knappen und klaren Aussage bricht Michael Rühle ein Tabu. Zwar hat sich die Bundesrepublik aus guten Gründen gegen den Besitz von Kernwaffen entschieden, aber sie genießt seit gut sechzig Jahren den nuklearen Schutz der USA.

Kaum war der Kalte Krieg zu Ende, wuchsen neue Bedrohungen: Seitdem blüht der Handel mit nuklearem Material. Das Prinzip der atomaren Abschreckung wird spätestens dann nicht mehr funktionieren, wenn Kernwaffen in die Hände religiös motivierter Terroristen gelangen. Neue Akteure, neue Technologien, neuer Fanatismus und ein tendenziell abnehmendes Interesse, große Energielieferanten wie Iran an der nuklearen Aufrüstung zu hindern – für Rühle steht fest: Berlin ignoriert dieses »zweite nukleare Zeitalter«. Deutsche Politik darf sich nicht in Abrüstungsbekenntnissen erschöpfen. Überfällig ist in Berlin eine Debatte über die Mitgestaltung der nuklearen Realität. Nur so lässt sich Sicherheit schaffen.

 


100 Seiten | Klappenbroschur mit
Acetatschutzumschlag | 12 x19 cm
ISBN: 978-3-89684-137-7

10,00 € (D)

Leseprobe(n)

Leseprobe (PDF)



- unbequeme Einsichten, provokante Ansichten, weitsichtige Vorschläge -

Die sich in der Essayreihe »Standpunkte« zu Wort melden, wollen die Debatte über grundsätzliche und aktuelle Fragen der Politik vertiefen und in die Breite tragen. Die Klarheit der Argumentation lädt den Leser ein, die eigene Meinung zu schärfen und sie ebenso energisch zu vertreten.

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