Die Konflikte in Georgien und Gaza sowie der russisch-ukrainische Gasstreit haben die europäische Außenpolitik auf den Prüfstand gestellt. Mit Hilfe des Vertrags von Lissabon soll die internationale Handlungsfähigkeit der EU gestärkt werden. Aber auch nachdem der Vertrag in Kraft getreten ist bleibt die Kernfrage europäischer Handlungsfähigkeit bestehen: Welche Rolle ist für die EU aus Sicht ihrer Mitglieder in der internationalen Politik wünschenswert und
sind die einzelnen Staaten überhaupt willens, sich auf eine gemeinsame Politik zu einigen?
Die Erfahrungen auf dem Balkan, in der Russland- und Energiepolitik zeigen, wie schwer dies immer noch fällt. Auf dem 143. Bergedorfer Gesprächskreis in Berlin diskutierten unter dem Vorsitz von Richard von Weizsäcker Politiker, Diplomaten und Experten aus der EU, ihrer Nachbarschaft und den USA über die Möglichkeiten einer gemeinsamen europäischen Außenpolitik.
Aus dem Inhalt:
– Entstehung und Identität europäischer Außenpolitik
– Die EU als internationaler Akteur
– Die EU als Krisenmanager
– Die EU und ihre Nachbarn
– Stärkung der Institutionen
– Mehr Zusammenarbeit auf der Ebene der Nationalstaaten?
Mit einer Einleitung von Hans-Dietrich Genscher