Meldung vom Dienstag, 22. März 2011
Wowereit verleiht fünfte Berliner Tulpe
Der Regierende Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit zeichnete am 21. März im Roten Rathaus die »Bürgerplattform Wedding/Moabit« mit dem ersten Preis der »Berliner Tulpe für deutsch-türkischen Gemeinsinn« aus. In der bisher größten Bürgerplattform Deutschlands engagieren sich ca. 40 deutsche, türkische, arabische, afrikanische und asiatische Gruppen, um mit Hilfe von Instrumenten des Community Organizing gemeinsam die Lebensbedingungen in ihrem Stadtteil zu verbessern. Weitere Berliner Tulpen 2011 gingen an den Verein »DeuKische Generation« mit seinem Engagement zur Integration von türkischstämmigen Bürgerinnen und Bürgern und an den Verein »Kulturbewegt e.V.«, in dem Stadtteilführerinnen mit Migrationshintergrund ihren Bezirk Neukölln auf der »Route 44« aus ihrer Perspektive zeigen.
Der Schirmherr der Berliner Tulpe Wowereit würdigte die ausgezeichneten Projekte als »Vorbilder eines gelungenen Miteinanders«. Bewerber um die Tulpe, die sich in diesem Jahr nicht durchsetzen konnten, forderte er auf: »Nehmen Sie sie als Ansporn, in Ihrer Arbeit noch besser zu werden. Und bewerben Sie sich wieder!« Karin Haist, Leiterin des Bereichs Gesellschaft der Körber-Stiftung, bezeichnete die Preisträger-Projekte als selbstbewusste und kreative Integrationsbewegungen von unten: »All den Klagen und Klischees über das Scheitern der Integration, den Warnungen und der Angst vor fremden Kulturen und Religionen und den immer neuen Forderungen an Sprachkenntnisse und Grundgesetztreue von Zugewanderten setzt die Auszeichnung der Tulpe inspirierende Erfolgsgeschichten entgegen, die wir in Deutschland immer noch so dringend schreiben müssen.« Comedian und Jury-Mitglied Murat Topal sprach in seiner Laudatio allen diesjährigen Teilnehmern der Berliner Tulpe Anerkennung für ihr wichtiges und erfolgreiches Engagement aus. Für erstklassige musikalische Begleitung der Preisverleihung sorgte Betin Güneş, Komponist, Pianist und Dirigent des Sinfonieorchesters Köln.
Die Berliner Tulpe wurde auf Anregung der Körber-Stiftung 2006 nach dem Vorbild der Hamburger Tulpe für interkulturellen Gemeinsinn in Berlin etabliert. Sie wird getragen von Radyo Metropol FM, der BWK BildungsWerk Kreuzberg GmbH, der Werkstatt der Kulturen, der Senatskanzlei Berlin und dem Beauftragten des Senats für Integration und Migration. Das Preisgeld von 10.000 Euro stellt die Körber-Stiftung zur Verfügung.
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