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Porträt

Das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft in Hamburg stärken – das ist das Ziel der »Hamburger Tulpe für interkulturellen Gemeinsinn«. Mit diesem Preis zeichnet die Körber-Stiftung seit 1999 Projekte aus, für die sich Hamburgerinnen und Hamburger mit und ohne familiäre Zuwanderungsgeschichte gemeinsam engagieren und die Brücken zwischen den Kulturen bauen. Die Leitidee: Unsere Einwanderungsgesellschaft braucht das Engagement aller Menschen – und es muss sichtbar werden, dass viele Zuwanderer längst selbst Verantwortung für ein besseres Miteinander übernommen haben. Auf ihre Potenziale setzt die Körber-Stiftung.

Interkulturelles Leben gibt es in jedem Hamburger Stadtteil: bei Nachbarschaftsfesten, auf Sportplätzen, in Jugendzentren, am Arbeitsplatz, in Schulen oder Senioreneinrichtungen. Trotzdem wird immer wieder deutlich: Begegnung allein schafft noch kein Miteinander. Deshalb will die »Tulpe« Projekte und die in ihnen engagierten Menschen auszeichnen, die positiv und selbstverständlich mit multiethnischer Vielfalt in Hamburg umgehen. Der jährlich vergebene Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, die für die Fortführung des Preisträgerprojekts bestimmt sind. Schirmherrin der Hamburger Tulpe ist Carola Veit, die Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft; die Preisverleihung findet im Hamburger Rathaus statt.

Die Tulpe wurde als Namensgeberin für diese Auszeichnung der Körber-Stiftung gewählt, da sie selbst »Migrantin« ist. Die ersten Tulpenzwiebeln kamen vor rund 450 Jahren im Gepäck eines europäischen Gesandten aus dem Osmanischen Reich nach Westeuropa. Heute ist die Tulpe in unseren Gärten heimisch und bereichert unser Leben.

Angeregt von der Körber-Stiftung gibt es seit 2006 auch die Berliner Tulpe für deutsch-türkischen Gemeinsinn. Die jährliche Preissumme von 10.000 Euro stellt die Körber-Stiftung zur Verfügung. Schirmherr ist der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit.



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