Meldung vom Mittwoch, 18. Januar 2012
»Größerer Wille zur Kooperation wird erkennbar«
Am 17. Januar kam das Forum Engagementförderung zum 3. Mal in Hamburg zusammen. Das Forum bietet Experten und Entscheidungsträgern aus Stiftungen, die bürgerschaftliches Engagement fördern, eine Vernetzungsplattform und regt zum fachlichen Austausch an. Unter dem Motto »Stiftungen – Bürgergesellschaft – Staat« diskutierten rund 50 Stiftungsvertreter aus der gesamten Bundesrepublik über die Rolle der Stiftungen in der Bürgergesellschaft.
Die Debatte wurde angestoßen durch die Nationale Engagementstrategie der Bundesregierung Ende 2010, in der Stiftungen explizit das Angebot zur Kooperation gemacht wurde. Dr. Lothar Dittmer, Mitglied im Vorstand der Körber-Stiftung, begrüßte dieses Angebot und forderte dazu auf, das Forum Engagementförderung als Impuls für Kooperation und Zusammenarbeit zu nutzen: »Das Forum bietet uns heute die Möglichkeit, gemeinsam Einfluss zu nehmen und unsere Erfahrungen in die gesellschaftspolitische Debatte einfließen zu lassen. Das ist wichtig, denn einer guten Engagementförderung durch Stiftungen auf Bundesebene steht meiner Einschätzung nach vor allem die Zersplitterung unserer 'Branche' im Weg. Da ist es vielleicht ein Zeichen der Hoffnung, dass zumindest schon ein größerer Wille zur Kooperation erkennbar wird.«
Die »Nationale Engagementstrategie« stellt eine Art Bestandsaufnahme aus Sicht des Bundesministeriums dar. Sie wurde heftig kritisiert, gilt aber auch als Meilenstein für die Entwicklung des Politikfeldes der Engagementförderung in Deutschland In dem Papier des Ministeriums wird als eines von vier strategischen Zielen »die Einbindung des bürgerschaftlichen Engagements von Stiftungen« genannt. Viele bürgerschaftliche Organisationen hatte die starke Hervorhebung des vergleichsweise kleinen Stiftungssektors überrascht. Ein Kreis von Stiftungen hatte sich daraufhin zusammen getan, um sich zu dem Angebot zu positionieren. Das Positionspapier wurde mit den Teilnehmern auf dem Forum diskutiert. Zwischen Vertretern des Familienministeriums und den Stiftungsvertretern wurde vereinbart, konkrete Kooperationen in Angriff zu nehmen. Zu gegebener Zeit wird an dieser Stelle über das weitere Vorgehen informiert.
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