
Dr. Christoph Bertram
(Foto: Körber-Stiftung)
Meldung vom Donnerstag, 2. Juli 2009
Körber Policy Paper von Christoph Bertram: Eine neue Iran-Strategie
Mit dem Körber Policy Paper No. 6 wird ein weiterer Band aus der Reihe »Standpunkte« der edition Körber-Stiftung auf Englisch veröffentlicht (»Rethinking Iran. From Confrontation to Cooperation«). Autor ist Christoph Bertram, von 1998 bis 2005 Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik.
Ausgangspunkt des Essays ist, dass die Strategie des Westens, die nuklearen Aktivitäten Irans zu stoppen und ein Gegengewicht zum regionalen Einfluss Irans zu bilden, kläglich gescheitert sei. Die beste, wenn nicht sogar einzige Chance, Irans nukleare Ambitionen zu beenden und die Beziehungen zwischen Iran und dem Westen zu verbessern böten deswegen Bemühungen des Westens zur Entspannung der Lage. Diese dürften nicht auf die Nuklearfrage begrenzt sein, sondern müssten die ganze Spannbreite der Beziehungen abdecken. Der Westen würde in hohem Maß davon profitieren, Iran nicht mehr als Gegner, sondern als Partner zu behandeln. Dem Autor zufolge rücke die Annäherung an Iran in greifbare Nähe, da Präsident Obama eine neue Herangehensweise gegenüber Iran zu einer Priorität seiner Außenpolitik gemacht habe. Dennoch blieben die Hindernisse groß, vor allem nach den umstrittenen Präsidentenwahlen im Iran. Schlussendlich gäbe es für den Westen aber keine ernsthaften Alternativen. Bertram argumentiert, dass eine Aufschiebung eines Strategiewechsels als Reaktion auf das Ergebnis und die Umstände der Wahlen im Juni nicht sinnvoll wäre – die nukleare Uhr stünde nicht still.
Statements und Policy Papers
Christoph Bertram: Partner, nicht Gegner. Für eine andere Iran-Politik
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