147. Bergedorfer Gesprächskreis

(Foto: Marc Darchinger)
»Global Governance: Wie können China und Europa zusammenarbeiten?«
Peking, 14.-16. Oktober 2010
Spätestens im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise ist deutlich geworden, dass sich die globalen Kräfteverhältnisse verschoben haben. Zum einen fordern Länder wie China oder Indien mehr Mitspracherechte in internationalen Institutionen. Zum anderen können globale Herausforderungen wie die Regulierung der Finanzmärkte, die Bekämpfung des Klimawandels oder die Verhinderung nuklearer Proliferation ohne die Mitwirkung dieser Akteure nicht bewältigt werden. China und Europa spielen bei der Frage einer effektiven politischen Koordination auf globaler Ebene eine Schlüsselrolle.

Welche Themen bestimmen die globale Agenda aus chinesischer und europäischer Sicht? Welchen Reformbedarf haben Institutionen wie die G8, die G20, die UNO und die Organisationen von Bretton Woods? Und wie können China und Europa ihre Zusammenarbeit beim Management globaler Herausforderungen im Sinne einer strategischen Partnerschaft vertiefen?
Wenige Wochen vor dem G‑20‑Gipfel in Seoul stellten hochrangige Politiker, Experten und Vertreter der Wirtschaft aus China und Europa unter dem Vorsitz von Bundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker auf dem 147. Bergedorfer Gesprächskreis die bestehenden Institutionen von Global Governance auf den Prüfstand und entwickelten Handlungsoptionen für die chinesisch-europäische Zusammenarbeit.
Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem Staatsminister im Auswärtigen Amt Werner Hoyer, MdB, der Minister und Leiter der Internationalen Abteilung des ZK der KP China Wang Jiarui und der Vordenker der KP China Zheng Bijian, ehemaliger Vizepräsident der Zentralen Parteischule. Der Gesprächskreis wurde in enger Kooperation mit der Internationalen Abteilung des ZK der KP China durchgeführt.
Im Vorfeld wurde die europäische Delegation in der Großen Halle des Volkes von Vizepräsident Xi Jinping empfangen.
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Die Ergebnisse der vertraulichen Diskussion wurden in redigierter Form im 147. Bergedorfer Protokoll dokumentiert, das in der edition Körber-Stiftung erschienen ist.
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