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Hans-Friedrich von Ploetz, 18. Januar 2010

Foto: Körber-Stiftung

Hans-Friedrich von Ploetz, Staatssekretär im Auswärtigen Amt a. D., ehemaliger Ständiger Vertreter Deutschlands bei der NATO und aktuell Mitglied der Group of Experts zur Erarbeitung des neuen Strategischen Konzepts der NATO, diskutierte mit den Mitgliedern des Körber-Netzwerk Außenpolitik über die wichtigsten strategischen Herausforderungen für die NATO und deren Berücksichtigung im Rahmen des neuen Strategischen Konzepts des Nordatlantikpaktes.

Mit dem neuen Strategischen Konzept der NATO gelte es vor allem, so von Ploetz, zwischen den Bündnispartnern Konsens in Bezug auf die zukünftige strategische Ausrichtung der NATO fest- bzw. herzustellen. So seien etwa Fragen nach dem Umgang mit neuen strategischen Herausforderungen, z. B. der Bedrohung durch nicht-staatliche Gewaltakteure, oder den Beziehungen zu aufstrebenden Mächten wie China oder Indien, zu klären. Im Hinblick auf die unterschiedlichen länderspezifischen Erwartungen an die NATO sagte von Ploetz, die Politik eines Landes werde entscheidend von der geografischen Lage und den jeweiligen geschichtlichen Erfahrungen bestimmt. Gleichwohl könne eine Allianz wie die NATO nur dann Bestand haben, wenn sie in erster Linie darauf begründet sei, wofür und nicht wogegen sie stehe. In der anschließenden Diskussion warfen Teilnehmer des Körber Netzwerk Außenpolitik die Frage nach einer möglichen Erweiterung der NATO auf. Einigkeit herrschte indessen darüber, dass stabile Beziehungen zwischen der NATO und Russland auch im Sinne eines besseren Verhältnisses der EU zu Russland wünschenswert seien.

Mit dieser Veranstaltung setzt das Körber-Netzwerk Außenpolitik seine Beschäftigung mit aktuellen außen- und sicherheitspolitischen Fragen fort. In diese Reihe gehören unter anderem die Hintergrundgespräche mit Christian Freuding, Oberstleutnant i.G. und Referent im Planungsstab des Bundesministeriums der Verteidigung, und Thomas Ossowski, Referatsleiter im Auswärtigen Amt, Philip Zelikow, White Burkett Miller Professor of History an der University of Virginia und Guido Steinberg, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe Naher Osten und Afrika in der Stiftung Wissenschaft und Politik.

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