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Paul Quinn-Judge, 26. Oktober 2010

Paul Quinn-Judge
(Foto: Marc Darchinger)

Paul Quinn-Judge, Programmdirektor für Zentralasien bei der International Crisis Group, diskutierte mit den Mitgliedern des Körber-Netzwerk Außenpolitik über die aktuelle Lage in Kirgisistan. Im Vordergrund stand dabei die Analyse der Parlamentswahl am 10. Oktober diesen Jahres. Besonderes Augenmerk legte Quinn-Judge auf die Frage, wie sich die prekäre Situation in Kirgisistan auf die anderen zentralasiatischen Staaten ausgewirkt hat und wie regionale sowie internationale Akteure zur Stabilisierung Kirgisistans beitragen können.

Paul Quinn-Judge forderte in seinem Eingangsstatement, die internationale Gemeinschaft müsse sich stärker als bisher für eine nachhaltige Stabilisierung der Krisenländer in Zentralasien engagieren. Während Russlands Einfluss in der Region graduell abnähme, so Quinn-Judge, werde China zunehmend einflussreicher.

Im Zentrum der anschließenden Diskussion standen Aussichten und Handlungsempfehlungen zur Stabilisierung der Region. Kontrovers wurde dabei vor allem diskutiert, ob und inwieweit die internationale Gemeinschaft ihre Unterstützungsleistungen an Konditionen knüpfen sollte.

Mit dieser Veranstaltung setzt das Körber-Netzwerk Außenpolitik seine Beschäftigung mit aktuellen außen- und sicherheitspolitischen Fragen fort.

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