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Politisches Frühstück mit John Ging

John Ging (Foto: Marc Darchinger)

Berlin, 1. Juli 2010

John Ging, Direktor des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) in Gaza, diskutierte mit Bundestagsabgeordneten, Vertretern verschiedener Bundesministerien und -behörden sowie Repräsentanten ausgewählter Think-Tanks über die derzeitige Situation im Gaza-Streifen. Im Zentrum der Diskussion standen dabei neben der israelischen Gaza-Politik Handlungsoptionen für die internationale Gemeinschaft und aktuelle Trends im innerpalästinensischen politischen Diskurs.

Ging plädierte in seinem Eingangsstatement für eine Aufhebung der Gaza-Blockade durch Israel. Nur so könne der Schwarzmarkthandel, der momentan eine wichtige Grundlage für die wirtschaftliche Macht der Hamas bilde, unterbunden werden. Ein regulärer Markt würde zu dem dringend benötigten wirtschaftlichen Aufschwung in Gaza führen, der aufgrund der verbesserten Lebensbedingungen die Anfälligkeit der Bevölkerung für extremistische Ideologien möglicherweise reduziere. In der Diskussion rief Ging die internationale Gemeinschaft dazu auf, die reformorientierten Kräfte in der palästinensischen Bevölkerung und Regierung zu unterstützen.

Zu den Politischen Frühstücken lädt die Körber-Stiftung regelmäßig einen kleinen Kreis hochrangiger außenpolitischer Akteure aus Berlin ein. Wie im Bergedorfer Gesprächskreis findet das vertrauliche Gespräch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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