Politisches Hintergrundgespräch mit Masoud Barzani

(Foto: Marc Darchinger)
Berlin, 9. Juni 2010
Masoud Barzani, Präsident der föderalen Region Kurdistan-Irak, diskutierte mit Bundestagsabgeordneten, Vertretern verschiedener Bundesministerien und -behörden sowie Repräsentanten ausgewählter Think-Tanks über zukünftige innen- und außenpolitische Herausforderungen des Irak. Unter anderem wurden dabei die Auswirkungen der irakischen Parlamentswahlen auf die Region Kurdistan diskutiert.
Barzani betonte, dass zukünftige Herausforderungen nur in einem geeinten Irak bewältigt werden könnten. Die gemeinsame Verfassung müsse deshalb als Grundlage für die Lösung strittiger Punkte, etwa der Frage der sog. umstrittenen Gebiete und der Bildung einer stabilen Koalitionsregierung, dienen. In der Diskussion wurde unter anderem die Situation der Kurden in den irakischen Nachbarländern thematisiert. Barzani unterstrich das Interesse Iraks an guten Beziehungen zu seinen Nachbarn. Gleichwohl wandte er sich nachdrücklich gegen eine unangemessene Einmischung externer Akteure in innerirakische Belange.
Zu den Politischen Frühstücken lädt die Körber-Stiftung regelmäßig einen kleinen Kreis hochrangiger außenpolitischer Akteure aus Berlin ein. Wie im Bergedorfer Gesprächskreis findet das vertrauliche Gespräch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
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