Weitere Nachrichten zum Schwerpunkt
»Neuer Osten«
November 2011
Handel ja, Wandel nein

»China ist im vergangenen Jahrzehnt zu einem wichtigen wirtschaftlichen Akteur im Nahen und Mittleren Osten avanciert, der die Region vor allem als Rohstofflieferant und Absatzmarkt nutzt. Politisch tritt Peking jedoch kaum in Erscheinung. Dem Westen könnte ein größeres chinesisches Engagement in der Krisenregion dabei nur recht sein«, meint Nora Müller, Projektleiterin im Bereich Internationale Politik der Körber-Stiftung.
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»Welche Rolle für Deutschland und Europa in einer neuen Weltordnung?«
Aus Anlass der Neugründung des Auswärtigen Amtes nach dem Zweiten Weltkrieg vor 60 Jahren diskutierte das Berliner Forum Außenpolitik am 29. November die internationale Rolle Deutschlands und Europas in einer neuen Weltordnung diskutieren. Dabei lag einer der Schwerpunkte auf dem Aufstieg des Neuen Ostens und die weltpolitischen Machtverschiebungen, denen auch die deutsche Außenpolitik Rechnung tragen muss. Ist der Aufstieg Chinas eine Bedrohung? Welche Politik ist gegenüber Staaten wie China oder Indien richtig? Was sind die Koordinaten der neuen Weltordnung? Hochrangige Außenpolitiker, Experten und junge, politikinteressierte Menschen gaben auf der Homepage des Berliner Forum Außenpolitik vorab ihre Einschätzung zu diesen und weiteren Kernfragen deutscher und europäischer Außenpolitik.
Globale Sicherheitspolitik auf dem Prüfstand
Die Körber-Stiftung war zusammen mit der Münchner Sicherheitskonferenz auf der dritten »Munich Security Conference Core Group« vom 20. bis 21. November in Peking vertreten. In vertraulichem Rahmen diskutierten außen- und sicherheitspolitische Entscheidungsträger und Wirtschaftsführer aus Europa und den USA Fragen globaler und regionaler Sicherheit mit hochrangigen chinesischen Experten und Regierungsvertretern. weiter
Oktober 2011
Außenpolitik als Planspiel
Vor welchen Herausforderungen steht die deutsche Außenpolitik in einer Welt, in der die Konflikte zwischen China und den USA weiter zunehmen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines sogenannten Policy Game, das die Körber-Stiftung mit Experten aus Bundesministerien, Bundestag und Botschaften – überwiegend Mitglieder des Körber-Netzwerk Außenpolitik – durchgeführt hat. Die drei wichtigsten Schlussfolgerungen lauten: In einem globalen Machtgefüge, das von einer zunehmenden Bipolarität zwischen China und den USA geprägt ist, könnte Deutschland versucht sein, eine Politik der Äquidistanz zu verfolgen. Es besteht die Gefahr, dass die EU als außenpolitischer Akteur zugunsten einer weiteren Priorisierung bilateraler Beziehungen marginalisiert wird. USA und China versuchen alles, um eine direkte Auseinandersetzung zu vermeiden. Lesen Sie die wichtigsten Ergebnisse des Policy Game (PDF).
September 2011

Indien – Großmacht im Neuen Osten
Als Wirtschaftsmacht und größte Demokratie der Welt spielt Indien heute eine strategische Rolle in der internationalen Politik. Welche außenpolitischen Ziele verfolgt die neue Großmacht? Thomas Paulsen, Leiter des Bereichs Internationale Politik der Körber-Stiftung, sprach am 27. September im KörberForum mit dem indischen Politikwissenschaftler C. Raja Mohan über Indiens Beziehungen zu Pakistan, China, den USA und Europa.
Die asiatische Revolution
Für den langjährigen SPIEGEL-Korrespondenten Andreas Lorenz steht fest: Wir leben am Beginn eines asiatischen Jahrhundert, der »Neue Osten« wird die Welt verändern. Warum er dennoch im Wiederaufstieg Chinas zur Weltmacht eine Chance für Europa sieht, erklärte der Autor im Gespräch mit Jochen Graebert. Podcast

Bundespräsident Wulff eröffnet 149. Bergedorfer Gesprächskreis
»Europa und Asien: Partner in einer neuen Weltordnung?«, so lautete das Thema des 149. Bergedorfer Gesprächskreises, den Bundespräsident Christian Wulff am 10. September in Berlin eröffnete. Zu den Sprechern gehörten u. a. der stellvertretende Ministerpräsident und Finanzminister aus Singapur Tharman Shanmugaratnam, der Minister der Internationalen Abteilung des ZK der KP China Wang Jiarui und der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier. »Nicht übereinander, sondern miteinander reden. Mit dieser Philosophie hat sich der Bergedorfer Gesprächskreis in fünf Jahrzehnten einen Namen gemacht: als Ort, an dem man in kleiner Runde vertraulich und offen über Probleme der internationalen Politik diskutiert«, so Klaus Wehmeier, der im Vorstand der Körber-Stiftung die Internationale Politik verantwortet.
50 Jahre Bergedorfer Gesprächskreis
»Asiens wirtschaftliche Dominanz im Nahen Osten«
Asiens Bedeutung auf der weltpolitischen Bühne nimmt immer stärker zu. Vor diesem Hintergrund fragt der US-amerikanische Außenpolitik-Experte Geoffrey Kemp nach der Rolle der asiatischen Mächte in der arabischen Welt. In seinem Kommentar »Asiens wirtschaftliche Dominanz im Nahen Osten« stellt er fest: die Präsenz der asiatischen Staaten in Nahost steigt – allerdings stärker wirtschaftlich als politisch. Geoffrey Kemps Beitrag erscheint im Rahmen einer Serie von Meinungsartikeln zu den Umbrüchen in der arabischen Welt, die ZEIT Online in Zusammenarbeit mit der Körber-Stiftung veröffentlicht.
Juli 2011
Religion und Werte im Neuen Osten
Indonesien steht in der Wahrnehmung vieler Deutscher meist im Schatten Indiens oder Chinas, wenn es um die aufstrebenden Mächte in Asien geht. Und das trotz seiner wachsenden wirtschaftlichen und politischen Bedeutung und trotz der Tatsache, dass es sich um die drittgrößte Demokratie der Welt handelt. Eine Veranstaltung im KörberForum mit dem Jesuitenpater Franz Magnis-Suseno und dem Journalisten Michael Rutz diente dazu, Indonesien ein Stück besser kennenzulernen und das Neben- und Miteinander der Weltreligionen in Asien besser zu verstehen. weiter
Juni 2011
Henry Kissingers China
In seinem neuen Buch »China« bleibe der Altmeister der Realpolitik Henry Kissinger konsequent bei seinem Weltbild, so Thomas Paulsen, Leiter des Bereichs Internationale Politik der Körber-Stiftung. Er konzentriere sich auf das Handeln der führenden Politiker, ihre Begegnungen, ihr strategisches Kalkül, die Pingpong-Diplomatie mit ihren verschlüsselten Botschaften und konspirativen Treffen. Gerade diese scheinbar so unzeitgemäße Reduktion von Außenpolitik mache Kissingers Werk so faszinierend und wertvoll.
Lesen Sie Thomas Paulsens Rezension in der Neue Zürcher Zeitung (PDF)

Weder Chinas Mentor noch Lehrmeister
»Wir sind nicht Chinas Mentor und Lehrmeister. China muss seinen eigenen Weg finden!« Provovkativ, herausfordernd, rhetorisch brillant – so zeigte sich Helmut Schmidt im Gespräch mit Theo Sommer und Stephan Detjen am 16. Juni im ausgebuchten Berliner Allianz Stiftungsforum. Das Publikum, darunter viele junge Menschen, dankte es ihm mit spontanem Szenenapplaus. weiter
»Wir sind zu klein und China zu groß.«
»Es ist legitim, gegenüber China unsere Anliegen in Menschenrechtsfragen zu artikulieren. Wir können unsere Werte in unserer Außenpolitik nicht ignorieren«, meint Thomas Paulsen, Leiter des Bereichs Internationale Politik der Körber-Stiftung, in der New York Times.
Lesen Sie den ganzen Bericht
(in englischer Sprache)
Munich Young Leaders beim Shangri-La Dialogue
Anfang Juni 2011 nahm der erste Munich Young Leader am 10. IISS Asia Security Summit (Shangri-La Dialogue) teil. Der Schwerpunkt der Konferenz lag auf Fragen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik im asiatisch-pazifischen Raum. Zu den regelmäßigen Teilnehmern gehören Präsidenten, Premierminister und Verteidigungsminister aus 28 asiatisch-pazifischen Staaten. weiter
Besuch einer hochrangigen chinesischen Delegation
Im Rahmen des Themenschwerpunkts Neuer Osten – Neue Mächte besuchte eine 15-köpfige chinesische Delegation unter Leitung S.E. Sun Jiazheng (Stellvertretender Vorsitzender des 11. Nationalkomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes) am 27. Mai 2011 Berlin. weiter

Global Governance: Wie können China und Europa zusammenarbeiten?
Beim 147. Bergedorfer Gesprächskreis unter Vorsitz von Richard von Weizsäcker und Sun Jiazheng trafen sich in Peking Politiker und hochrangige Experten aus China und EU-Ländern, um offen über Perspektiven und Hindernisse einer chinesisch-europäischen Zusammenarbeit in einer globalisierten Welt zu diskutieren. Jetzt liegt das Protokoll des Treffens vor und kann bei der edition Körber-Stiftung bestellt werden.
April 2011

Den Dialog mit Asien fördern
Beim diesjährigen Round Table der Munich Young Leaders hat zum ersten Mal eine Vertreterin aus dem »Neuen Osten« teilgenommen. Ambika Vishwanath, Research Analyst beim renommierten indischen Think Tank »Strategic Foresight Group«, wurde von Körber-Stiftung und Münchner Sicherheitskonferenz eingeladen, gemeinsam mit 23 weiteren Munich Young Leaders aus über 20 Ländern an der Münchner Sicherheitskonferenz 2011 teilzunehmen und im vertraulichen Kreis mit hochrangigen Gästen der Konferenz zu diskutieren. weiter

Politisches Frühstück mit Lu Zhongyuan
Vizeminister Lu Zhongyuan, Vizepräsident und Senior Research Fellow des Forschungszentrums für Entwicklung beim Staatsrat der VR China, diskutierte mit Vertretern verschiedener Bundesministerien und -behörden sowie Repräsentanten ausgewählter Think-Tanks über Chinas »12. Fünfjahresplan zur Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft«. weiter
März 2011

»The East Moves West«
Anlässlich des 148. Bergedorfer Gesprächskreises in Maskat, Oman, sprach Dr. Geoffrey Kemp, Direktor des Regional Strategic Programs am Center for the National Interest in Washington, D.C. mit Nora Müller, Projektleiterin im Bereich Internationale Politik der Körber-Stiftung, über die Thesen seines neuen Buchs »The East Moves West: India, China, and Asia’s Growing Presence in the Middle East«. Welche Auswirkungen hat die wachsende Präsenz der asiatischen Mächte im Nahen und Mittleren Osten? Wie haben China und Indien auf die Umbrüche in der arabischen Welt reagiert?
Interview (PDF, englisch)
Informationen zum Buch
148. Bergedorfer Gesprächskreis

Die Geopolitik der neuen Weltordnung
Der Aufstieg neuer Mächte im Osten wie China oder Indien wird die globalen Kräfteverhältnisse nachhaltig verändern. Welche geopolitischen Auswirkungen hat der Aufstieg dieser neuen Mächte auf die globale Ordnung? Ist mit dem Aufstieg Asiens der Niedergang des Westens verbunden? Über diese Fragen sprach Parag Khanna, amerikanisch-indischer Politologe und Autor, mit Georg Mascolo, Chefredakteur des SPIEGEL, im KörberForum.
Mehr über die Arbeit von Parag Khanna auf seiner Website

Globale Trends und gemeinsame Herausforderungen
»Gegenwärtig haben wir es ökonomisch, aber auch außenpolitisch-strategisch mit einer multipolaren Weltstruktur zu tun. Für die nächsten Jahrzehnte ist klar zu erkennen, dass einerseits diese Multipolarität jedenfalls bis tief ins 21. Jahrhundert aufrechterhalten werden wird; dass aber andererseits sowohl China als auch die USA nach wie vor herausragende Faktoren sein werden. Statt Nordpol und Südpol wird es einen Pol China und einen anderen Pol USA geben«, meint Altbundeskanzler Helmut Schmidt in einem Essay, der im Protokoll des 147. Bergedorfer Gesprächskreises (Peking) enthalten ist. weiter

Wie können China und Europa zusammenarbeiten?
Die Ergebnisse des 147. Bergedorfer Gesprächskreises in Peking liegen als Protokoll vor. Allgemein wurde die erstaunliche Entwicklung hervorgehoben, die China in den vergangenen drei Jahrzehnten vollzogen hat: von einer rückständigen, abgekapselten Gesellschaft zum wichtigsten Schwellenland der Welt. Dabei wurde aber auch betont, dass das Land weiterhin große soziale Probleme zu bewältigen habe, insbesondere hinsichtlich der Rückständigkeit ländlicher Regionen im Vergleich zu städtischen. Ein chinesischer Teilnehmer verwies auf die Bedeutung, die China der Klimapolitik zuschreibe, in der das Land sowohl auf eigene Vorleistungen wie auf internationale Abkommen setze. Die Diskussion ging dann zu der Frage über, wie der Rest der Welt auf Chinas Machtzuwachs reagiere. Mehrere Teilnehmer sahen wachsendes Misstrauen gegenüber der Volksrepublik im Westen, vor allem in Bezug auf die Bereitschaft Pekings, internationale Regeln einzuhalten. Teilnehmer aus China kritisierten, dass die Vorbehalte gegenüber ihrem Land eine Erblast des Kalten Krieges seien, die es zu überwinden gelte.
Protokoll zum Download (Vorabversion, PDF)

Für eine Realpolitik im »neuen Osten«
Europa spiele für China nicht nur als Wirtschaftspartner eine zunehmend wichtigere Rolle. Der alte Kontinent sollte diese Chance nutzen. Dazu gehöre auch, dass man die Tugenden der klassischen Staatskunst wiederentdeckt. Chinapolitik sei mehr als nur Menschenrechtspolitik, meint Dr. Thomas Paulsen, Leiter des Bereichs Internationale Politik der Körber-Stiftung in Berlin. Wenn Europa mit China und den Ländern des »neuen Ostens« erfolgreich zusammenarbeiten wolle, führe kein Weg an einer Renaissance der Realpolitik vorbei.
Lesen Sie seinen Artikel in der Neue Zürcher Zeitung (PDF)
Februar 2011

Mehr Indien, weniger China
China und Indien stehen als neue Mächte im Brennpunkt der Weltwirtschaft und der Weltpolitik. Die Hierarchie zwischen den beiden Milliardenvölkern scheint klar: China wird bereits neben den USA als neue Supermacht gesehen. Indien ist keine Weltmacht, dominiert aber Südasien und den Indischen Ozean. Noch sei es zu früh, von einer Trendwende zu sprechen, aber es gäbe sehr gute Argumente, Indien und nicht China als bevorzugten Partner Europas in Asien zu sehen, meint Urs Schoettli in seinem neuen Buch, erschienen in der edition Körber-Stiftung.
Leseprobe (PDF)
Körber Policy Paper No. 13 (PDF, englisch)
Bestellung

Der »Neue Osten« auf der Münchner Sicherheitskonferenz
Den Auftakt des ersten offiziellen Veranstaltungstages des dritten Munich Young Leaders Round Table on Security Policy bildete ein Gespräch mit Teo Chee Hean, Vize-Premier- und Verteidigungsminister der Republik Singapur. Nach dem Ende des Kalten Krieges lassen sich heute die globalen Probleme nicht mehr ohne die neuen Mächte in Asien lösen. Dabei werden außen- und sicherheitspolitische Fragen rund um diesen »Neuen Osten« eine wichtige Rolle spielen. weiter
Januar 2011

Erfolgsrezept China?
Mit der »harmonischen Gesellschaft« und dem »wissenschaftlichen Entwicklungskonzept« hat die KP China einen konzeptionellen Rahmen für das chinesische Entwicklungsmodell geschaffen. Ob es tragfähig ist, diskutierte Theo Sommer, Editor-at-Large, DIE ZEIT, mit Wei-Wei Zhang, chinesischer Politikwissenschaftler und ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping, im KörberForum.

Bergedorfer Gesprächskreis trifft chinesischen Vizepräsidenten
Im Oktober 2010 tagte der 147. Bergedorfer Gesprächskreis in Peking und setzte damit einen wichtigen Grundstein für den neuen Schwerpunkt der Körber-Stiftung: Austausch und Verständigung mit den Mächten im Neuen Osten. Die Teilnehmer, unter ihnen der Vorsitzende des Gesprächskreises Bundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker, trafen in Peking auch den amtierenden chinesischen Vizepräsidenten Xi Jinping. weiter

Politisches Frühstück mit Li Jinjun
Botschafter Li Jinjun, Vize-Minister der Internationalen Abteilung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, diskutierte im Hauptstadtbüro der Körber-Stiftung mit Vertretern verschiedener Bundesministerien und -behörden sowie Repräsentanten ausgewählter Think-Tanks über den aktuellen Stand der Beziehungen zwischen China und der EU.

Körber Debates: Ist China eine sicherheitspolitische Bedrohung für den Westen?
Anders als der Washingtoner Publizist und Außenpolitikexperte Robert Kagan ging der deutsche Botschafter in Peking Michael Schaefer in einer KörberDebate nicht davon aus, dass die chinesische Außenpolitik tendenziell expansiv ist. Sie sei vor allem von wirtschaftlichen Interessen geprägt.

China ist kein Reich des Bösen
Trotz Willkür und Menschenrechtsverletzungen ist die Entwicklung der Volksrepublik zu würdigen. Dies, so betont der Journalist Georg Blume in seinem Buch, habe Bundeskanzlerin Angela Merkel versäumt und verspiele damit das von ihren Vorgängern in Peking angehäufte politische Kapital.













































