Meldung vom Donnerstag, 26. August 2010
Auftakt im KörberForum: Skandale – Korrektive der Macht?
Am 1. September um 19:00 Uhr startete das KörberForum in seine neue Saison. Über Skandale, Presse und Politik diskutierten der Medienwissenschaftler Prof. Dr. Bernhard Pörksen, Universität Tübingen, und der Journalist Hans Leyendecker, Süddeutsche Zeitung. SPIEGEL-Redakteur Sebastian Knauer leitete das Gespräch zum Thema »Skandale – Korrektive der Macht?« mit einem Vortrag ein.
Skandale scheinen allgegenwärtig. Kaum ein Tag vergeht ohne neue Skandalmeldungen in Zeitungen, Fernsehen oder Internet. Ob Abhöraffären, ob Korruption in Wirtschaft und in Politik, ob Bonuszahlungen für Banker trotz Krise: Für viele Bürger sind Skandale ein Zeichen eines Sittenverfalls, der dem Vertrauen in die Akteure und Institutionen des Staates nachhaltigen Schaden zufügt. Als Journalist des SPIEGEL und der Süddeutschen Zeitung hat Hans Leyendecker zahlreiche Skandale recherchiert oder aufgedeckt – von der Flick-Affäre 1982 bis zum Korruptionsskandal bei VW 2005. Nicht der Skandal an sich sei problematisch, sagt Hans Leyendecker, »gefährlich ist das Scheitern der Bewältigung von Skandal und Krise«.
Hans Leyendecker gilt als einer der profiliertesten investigativen Journalisten Deutschlands und ist Mitbegründer der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche e.V. Prof. Dr. Bernhard Pörksen lehrt Medienwissenschaften an der Universität Tübingen und veröffentlichte unter anderem »Skandal! Die Macht öffentlicher Empörung«. Sebastian Knauer, SPIEGEL-Redakteur, erlangte u.a. Berühmtheit, als er in einem Genfer Hotel die Leiche des ehemaligen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Uwe Barschel, entdeckte.
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