Mustafa Barghouthi
wurde 1954 in Jerusalem geboren. Nach seinem Medizinstudium in der ehemaligen Sowjetunion und einer Postgraduierten-Ausbildung in Jerusalem, dem ein Master of Science in Business Administration und Management in Stanford/USA folgte, war Barghouthi von 1978 bis 1988 als Arzt im Jerusalemer Maqassed Krankenhaus tätig. 1979 war er Mitbegründer und später Präsident der Nichtregierungsorganisation Palestinian Medical Relief Society. 1989 war er Mitbegründer des Think-Tanks Health, Development Information and Policy Institute.
Im Jahr 1991 hat Barghouthi als Mitglied der Palästinensischen Delegation an der Madrider Friedenskonferenz teilgenommen. Von 1991 bis 1993 war er Mitglied des Lenkungsausschusses der Multilateralen Friedensverhandlungen, die aus der Madrider Friedenskonferenz hervorgegangen sind.
Im Jahr 2002 entstand die Palestinian National Initiative, eine palästinensische demokratische oppositionelle Partei, deren Mitbegründer Barghouthi ist. Als Präsidentschaftskandidat der Palestinian National Initiative hat Barghouthi bei den Präsidentschaftswahlen 2005 das zweitbeste Ergebnis erzielt. In der Funktion des Vorsitzenden der Koalition Independent Palestine ist er nach den Parlamentswahlen 2006 in das Palästinensische Parlament eingezogen. 2007 war Barghouthi Informationsminister in der Palästinensischen Einheitsregierung.
Barghouthi ist heute Abgeordneter im Palästinensischen Legislativrat und Generalsekretär der Palestinian National Initiative. Er hat zahlreiche Schriften zu Themen der Zivilgesellschaft, Demokratie und der politischen Situation in Palästina veröffentlicht.
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