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Donnerstag, 11. November 2010

»ePhil« – von Fricklern und Elektronikmusikern

Vladislav Delay: Elektronik-Konzerte im KörberForum

Am 2. Dezember um 21 Uhr ist der finnische Elektronikmusiker Vladislav Delay als erster Künstler der neuen Elbphilharmonie Konzert-Reihe »ePhil« zu Gast im KörberForum, dem »vierten Raum« der Elbphilharmonie.

Mit der neuen Musikreihe »ePhil« widmen sich die Elbphilharmonie Konzerte und die Körber-Stiftung dem hierzulande noch viel zu wenig in der breiten Öffentlichkeit bekannten Thema elektronische Musik. Im KörberForum, das mit seiner Lage in der HafenCity zum »vierten Raum« der Elbphilharmonie wird, stellen von Dezember 2010 bis April 2011 insgesamt vier internationale Künstler in einem einzigartigen Format ihre ebenso einzigartige Musik vor. Bei der jeweils 60-minütigen Performance geht es um eine Musik, die sich zum einen aus der Computermusik der Avantgarde entwickelt hat, zum anderen auf Einflüsse der Dance- und Housemusic zurückgreifen kann. Die elektronische Musik schwebte immer frei zwischen Dancefloor und radiophonem Nachtprogramm und behauptete sich so als ein eigenes Genre, das mit großer Phantasie und ohne Rücksichtnahme auf die Grenzen von Instrumentalisten zur Blüte gebracht wurde. Heute reicht die Bandbreite des Genres von zauberhaften Klangträumen über verstörende Geräuschlabyrinthe bis hin zu zuckenden Beats.

Nach dem puren Konzertgenuss präsentieren alle Künstler bei Snacks und Getränken eigens für diesen Abend ausgewählte klassische Kompositionen, die sie von ihrer CD einspielen. Vorab zeigen Studenten des Departments Design der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) ein speziell für »ePhil« gestaltetes Musikvermittlungsprogramm im Holzfoyer des KörberForums.

Weitere ePhil-Konzerte im KörberForum, Kehrwieder 12:
13. Januar 2011 fennesz Wien
24. Februar 2011 Thorsten Soltau Oldenburg
7. April 2011 alva noto Berlin

Freier Eintritt nach Anmeldung ab 2 Wochen vor dem Konzert unter
www.koerberforum.de oder im Elbphilharmonie Kulturcafé (040-357 666 66).

Vladislav Delay

Sein eigentlicher Name, Sasu Ripatti, steht in seiner Heimat Finnland für einen der populärsten Electro-Musiker. Unter seinem Pseudonym Vladislav Delay hat er seinen ganz eigenen elektronischen Sound entwickelt, den er schon gemeinsamen Arbeiten mit Craig Armstrong oder Massive Attack zu verdanken hat. 1976 im abgelegenen Oulu in Nordfinnland geboren wuchs Sasu Ripatti, dank seiner interessierten Eltern, mit klassischer Musik und Literatur auf. Früh begann er Schlagzeug zu spielen. In den 90er Jahren fing Sasu Ripatti an, beim Auftritt mit seinen diversen Bands elektronische Elemente ins Spiel aufzunehmen. Schritt für Schritt brachte er sich durch Experimentieren die Nutzung von Samplern und Drum Machines bei. Schließlich entschied er sich für eine Solokarriere und zog sich Ende der 90er Jahre zum Arbeiten in den Untergrund zurück. Daraus entstand seine erste Veröffentlichung: das Vladislav Delay-Projekt »A Kind of Blue« im eher jazzigen Stil, den er bis dahin bevorzugte. Delays Stärke ist der Rhythmus, wenngleich auch mitunter sehr subtil. In der Tat kann man ihn ohne weiteres eher als Percussionisten einstufen denn als Electro-Musiker, was am Beat liegt, der ihm am meisten am Herzen liegt. Nach einigen Jahren, die der Künstler in Berlin lebte, ist Vladislav Delay jetzt wieder in seine Heimat Oulu zurückgekehrt.

Elbphilharmonie Konzerte und Körber-Stiftung sind zwei Partner, die mit ihren Aktivitäten Menschen bewegen wollen, für sie und mit ihnen neue Horizonte bieten. In diesem Sinne hat die Körber-Stiftung den Fonds »ZukunftsMusik« in der Stiftung Elbphilharmonie eingerichtet, der beim Publikumsaufbau gerade der jüngeren Zuhörer im Vorfeld der Elbphilharmonie helfen soll. Unter dieser Prämisse steht auch die neue Veranstaltungsreihe »ePhil«, mit der die Partnerschaft zwischen beiden Institutionen weiter unterstrichen wird und das KörberForum zum »vierten Raum« des spektakulären Konzerthauses apostrophiert wird.

Laeiszhalle Elbphilharmonie Hamburg

Mit der künftigen Elbphilharmonie und der renommierten Laeiszhalle werden beide Konzertbetriebe aus einer Hand geführt. Generalintendant ist seit 2007 Christoph Lieben-Seutter. Seit der Konzertsaison 2009/10 verantwortet er darüber hinaus ein eigenes Programm mit durchschnittlich 100 Konzerten, die neben den Veranstaltungen der privaten Konzertveranstalter unter anderem in der Laeiszhalle stattfinden. Die Elbphilharmonie Konzerte bieten ein facettenreiches, modernes und weltoffenes Programm, welches das Publikum inhaltlich zum künftigen Konzerthaus Elbphilharmonie und die Musikstadt Hamburg in die Zukunft führt. Informationen, Abonnements und Karten unter www.elbphilharmonie.de und im Elbphilharmonie Kulturcafé am Mönckebergbrunnen, Barkhof 3, 20095 Hamburg, Tel: 040 357 666 66, Fax 040 357 666 888, kulturcafe[ at ]elbphilharmonie.de.

Pressekontakt:
Nataly Bombeck und Nadin Hanzig,
Tel: +49 40 357 666 49
Fax: +49 40 357 666 55,
presse[ at ]elbphilharmonie.de,
www.elbphilharmonie.de


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