»Zu viel Wissen schadet nur.« Mit dieser kühnen These wagt sich der Münchner Soziologe Armin Nassehi in den Hamburger Bildungsdiskurs. In der Wissensgesellschaft, so seine Argumentation, in der die klassischen Produktionsfaktoren zugunsten von Information und Expertise an Bedeutung verlieren, ist Wissen nicht mehr die Lösung, sondern das Problem. Die ursprüngliche Funktion des Wissenserwerbs, nämlich Handlungssicherheit zu erlangen, verschwimmt in einer Welt, in der Wissen kein knappes Gut mehr ist.
Nun plädiert Nassehi nicht für eine neue Dummheit. Aber er will zeigen, dass auch das »Nichtwissen« und das Bekenntnis zur »Unsicherheit« sein Recht hat. Mit dem Wissen, das vermehrt wird wie noch nie, nimmt auch Nichtwissen zu. Wo das verleugnet wird, zieht tatsächlich Dummheit ein.
Was das für unsere Schulen bedeutet und wie wir pädagogisch und methodisch auf diese Herausforderung antworten müssen, bespricht Reinhard Kahl beim vierten Hamburger Bildungsdiskurs.
Wir möchten möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, unsere Veranstaltungen zu besuchen.
Daher schließt das Platzkontingent Stehplätze mit ein.
Ein Anspruch auf einen Sitzplatz besteht durch die Anmeldung nicht.