In Deutschland werden die Hochschulen nach dem Modell von Bachelor- und Masterstudiengängen umgebaut. Das Ziel ist möglichst frühe Berufsfähigkeit. Da glaubt man sich verhört zu haben, wenn man Hans Ulrich Gumbrecht von der Stanford University hört: »Die Frage nach der Berufsrelevanz der Bildung stellt sich in Stanford überhaupt nicht.«
Die private Zeppelin University in Friedrichshafen folgt dieser Maxime auf dem alten Bildungspfad und macht doch fast alles anders. Als »Hochschule zwischen Wirtschaft, Kultur und Politik« betont die Universität, die seit 2007 eine Stiftungsuniversität ist, ihren multidisziplinären Ansatz in Forschung und Lehre. Eines der zentralen Gründungsmotive ist die Ausbildung einer neuen Managementgeneration für die zukünftigen Herausforderungen der sich globalisierenden Wissensgesellschaft. Auch Sepp Gumbrecht wurde als Gastprofessor nach Friedrichshafen berufen.
Wie geht das, studieren zwischen den Disziplinen? Die Bildung von »spezialisierungsfähigen Generalisten« steht im Vordergrund. Studierende sollen dort »das Wollen denken lernen.« Das Gründungsmotiv: »Pioniere statt Eliten«. Wie kann im Jahr 2008 in Deutschland Bildung aussehen, die keine Ausbildung mehr sein will?
Stephan Jansen, jüngster Uni-Präsident Deutschlands, im Gespräch mit Reinhard Kahl.
Podcast, Teil 1
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