60 Jahre nach ihrer Gründung gilt die NATO als erfolgreichstes Verteidigungsbündnis in der Geschichte der internationalen Politik. Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts hat die Allianz neue Mitglieder in Osteuropa aufgenommen und sich z.B. auf dem Balkan und in Afghanistan mit Kampfeinsätzen und friedenserhaltenden Missionen auch außerhalb des Bündnisgebietes engagiert. Durch die Gründung des NATO-Russland-Rates wurden auch die Beziehungen zu Russland auf eine neue Grundlage gestellt. Kritiker der NATO bemängeln, dass die Allianz weder militärisch noch politisch neuen internationalen Herausforderungen wie Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen, Extremismus und Terrorismus oder Energiesicherheit gerecht wird. Auch sei die NATO nicht in der Lage, europäische Sicherheit unter Einbeziehung aller wichtigen Akteure wie z.B. Russland zu gewährleisten. Ist das Bündnis 20 Jahre nach Ende des Ost-West-Konflikts als Garant transatlantischer Sicherheit und Stabilitätsanker in den internationalen Beziehungen nach wie vor unverzichtbar? Oder ist die NATO ein Relikt des Kalten Krieges, das sich überlebt hat? Ein Streitgespräch mit Botschafter Dr. Dmitrij Rogosin, Ständiger Vertreter der Russischen Föderation bei der NATO (pro), und Hans-Ulrich Klose, MdB, stellv. Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages (contra). Die Körber Debate findet in russischer und deutscher Sprache statt und wird simultan gedolmetscht. Hans Werner Kilz, Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, moderiert.
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Zeitung statt.
Bericht
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