Am 4. November 2008 wählen die USA einen neuen Präsidenten. Die beiden Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain haben im Wahlkampf auch in der Außenpolitik ganz unterschiedliche Akzente gesetzt. Differenzen gibt es beispielsweise in der Iranpolitik, bei der Gestaltung der Beziehungen zu Russland, beim Umgang mit Diktaturen oder in der Frage, unter welchen Bedingungen amerikanische Militäreinsätze im Ausland möglich sein sollen. Während Obama im Rahmen einer »Erneuerung der amerikanischen Diplomatie« auf einen Dialog sowohl mit Freunden als auch Feinden der USA setzt, befürwortet McCain die Idee eines »Bundes der Demokratien«, in dem sich weltweit über 100 demokratische Staaten zusammenschließen sollen, um gemeinsam globalen Herausforderungen zu begegnen. Welche Auswirkungen werden die unterschiedlichen außenpolitischen Prioritäten eines Präsidenten Barack Obama oder John McCain auf das transatlantische Verhältnis haben? Entspricht das außenpolitische Programm Obamas oder das von McCain eher den Interessen Europas? Kurz: Wer ist besser für Europa – Obama oder McCain?
Ein Streitgespräch mit Reinhard Bütikofer, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Position Barack Obama) und Otto Graf Lambsdorff, Bundesminister a.D. (Position John McCain). Christoph Bertram moderiert. In Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Zeitung.
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