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Rückblicke 2008

Karin Haist begrüßt deutsche und amerikanische Integrationspraktiker
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Integration: Lernen im transatlantischen Austausch

Fr 21. November 2008

Ist Integration für die USA ein Traum, der sich jetzt – nach der Wahl eines schwarzen Präsidenten – erfüllt, für Deutschland dagegen ein bürokratischer Prozess, der irgendwie bewältigt werden muss? Mit dieser Frage, kürzlich aufgeworfen in der Süddeutschen Zeitung, startete Karin Haist, Leiterin des Bereichs Gesellschaft in der Körber-Stiftung, eine ungewöhnliche transatlantische Tagung, veranstaltet in Zusammenarbeit mit der US Mission to Germany. Auf beiden Seiten sei noch viel zu tun, um das Versprechen einer wirklichen Integration von Minderheiten und gleichen Startchancen für alle einzulösen: Karin Haist: »Lernen voneinander heißt dabei die Devise.« Auf welche Ideen deutsche Integrationsexperten in der US-Gesellschaft stoßen und was Amerikanern umgekehrt in Deutschland auffällt – das war Gegenstand der Tagung.
Die Veranstaltung war gleichzeitig der Schlusspunkt eines zweijährigen Austauschs von Integrationspraktikern aus Hamburg und New York. Ermöglicht durch eine großzügige Förderung des US State Department haben sich seit dem Start im April 2007 in zwei Durchgängen amerikanische und deutsche Integrationsexperten für jeweils eine anspruchsvolle Programmwoche in den beiden Metropolen getroffen. Partner der Körber-Stiftung in der Durchführung war die gemeinnützige Organisation CDS International aus New York. Deren Geschäftsführer Robert Fenstermacher in seiner Begrüßung: »Unser Ziel war es, ein Netzwerk von Praktikern zu schaffen, die nun ihre Arbeit mit einem neuen Blickwinkel angehen, die best practices austauschen und implementieren. Und die idealerweise andere, Praktiker wie Politiker und Fachleute, dazu ermuntern, über den Tellerrand hinauszuschauen, wenn sie neue Gesetze und Programme zum Thema Integration ins Leben rufen.«

Gleiche Wörter, verschiedene Konzepte

Robert Fenstermacher vom integrationXchange-Partner CDS International

In ihren Testimonials zu Beginn fassten Regine Hartung für die Hamburger Seite und Stephen Choi für die New Yorker Kollegen ihre Eindrücke zusammen. Regine Hartung von der Beratungsstelle Interkulturelle Erziehung am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung: »Die Wörter sind die gleichen, aber die Konzepte sind verschieden. Bei uns in Deutschland ist Integration negativ besetzt, unser Denken ist monokulturell.« In den USA – zumindest in New York – habe sie Diversität als Normalfall erlebt. Ihre amerikanischen Kollegen seien sehr aktiv in NGOs, müssten sich selbst finanzieren und aktives Fundraising betreiben. Sie sei beeindruckt vom politischen Aktivismus und der Lobbyarbeit der amerikanischen Gruppe. »Diesen Spirit wollen wir übernehmen für unsere Arbeit.« Stephen Choi ist Programmdirektor bei YKASEC (Empowering the Korean American Community): »Unsere Impressionen von Deutschland helfen uns dabei, die eigene Rolle zu überdenken.« Viele der Organisationen in Deutschland konzentrierten sich ausschließlich auf die Migranten der Vergangenheit – z. B. auf die türkischen Einwanderer. Es sei zwar deutlich, dass diese Bevölkerungsgruppe vielen Hindernissen gegenüberstehe und dass die deutsche Gesellschaft hier etwas tun müsse. Ein viel größeres Problem seien aber die Flüchtlingsströme, die sich jetzt um die Welt bewegen. »Wie wird Deutschland mit der nächsten Welle umgehen?« Die Situation von illegalen Einwanderern in Deutschland habe seine Gruppe geschockt. »Der Gedanke, dass jemand krank wird oder sich verletzt und nicht ins Krankenhaus gehen kann, weil er fürchten muss, gemeldet und dann ausgewiesen zu werden.« Oder der Aspekt, dass Menschen, die illegal arbeiten, keine Hilfe bekommen, wenn man sie um ihren Lohn betrügt. »Ein Experte, mit dem wir in dieser Woche sprachen, sagte, illegale Einwanderung sei kein großes Problem. Andere sagten uns, dass ganze Wirtschaftszweige in Deutschland ohne illegale Einwanderer zusammenbrechen würden.«

Regine Hartung sprach von Diversität als Normalfall in New York

Stephen Choi bezog sich auf zwei Begegnungen in dieser ereignisreichen Woche. Prof. Thomas Straubhaar, Leiter des Hamburgischen WeltWirtschaftInstituts, hatte einen Vortrag zu »Regular, Irregular Migration and Integration in Germany« gehalten. Und deutlich gemacht, dass es, was die Zahlen angehe, keine wesentliche Zuwanderung mehr nach Deutschland gebe. Ein Themenbesuch der Gruppe bei Agnes Schreieder, bei Ver.di zuständig für den Bereich Migration, beleuchtete diese Zahlen aus einem anderen Blickwinkel. Die Gewerkschaft will auch illegal in Deutschland lebenden Migranten zu ihren Rechten in der Arbeitswelt verhelfen.

Wer Steuern zahlt, sollte auch etwas zu sagen haben

Podiumsrunde zum Thema »Interessenvertretung«

Marjan Parvand ist »die leibhaftige Antithese zur Pisa-Studie«, wie sie sich selbst vorstellte. Sie ist geboren im Iran, hat in Hamburg Abitur gemacht – und es trotzdem zu etwas gebracht: Die Fernsehjournalistin bei ARD Aktuell/tagesschau moderierte die beiden Podiumsrunden des Nachmittags. In der ersten ging es um »Interessenvertretung«. Gabriele Gün Tank ist Integrationsbeauftragte des Bezirksamts Berlin Tempelhof-Schöneberg – und wie alle anderen Podiumsgäste Teilnehmerin an »integrationXchange«. Sie erklärte: »Wir haben in Deutschland keine starke politische Interessenvertretung der Migranten-Communitys selbst, abgesehen von der türkischen.« Die Gesellschaft sollte eigentlich ein Interesse daran haben, starke Gemeinschaften von Migranten entstehen zu lassen. Bryan Pu-Folkes saß als Gründer der Organisation NICE (New Immigrant Community Empowerment) auf dem Podium. Ob er neidisch sei auf die finanziellen Mittel, die in Deutschland vor allem von öffentlicher Seite für Migrationsarbeit zur Verfügung gestellt werden? »Das Niveau von Dienstleistungen ist hier sehr hoch. In den USA dagegen haben zwei Drittel unserer neuen Immigranten keine Krankenversicherung, die Obdachlosigkeit ist hoch, und viele können sich keine Bildung leisten.«

Bryan Pu-Folkes ist es wichtig,Immigranten zu aktivieren

Was denn Gabriele Gün Tank von seiner Organisation konkret für ihre Arbeit lernen könne, wollte Marjan Parvand von ihm wissen. NICE sehe die Arbeit mit neuen Immigranten als »human rights mission«, so Pu-Folkes. Ihm gehe es darum, Immigranten zu informieren, zu aktivieren und ihnen zu zeigen, dass sie einflussreich sind. »Wenn du Steuern bezahlen kannst, warum solltest du dann nicht etwas zu sagen haben?« Auch jemand, der noch nicht wählen darf, könne politisch aktiv sein und zum Beispiel von Tür zu Tür gehen und für eine Partei werben. Die Herangehensweise seiner Organisation sei ganzheitlich: In den Sprachkursen wird passgenau das Vokabular vermittelt, das ein Bürger braucht, um sich zu beteiligen. Gabriela Lünsmann, eine Hamburger Rechtsanwältin, die sich in ihrer Kanzlei »Menschen und Rechte« viel für Asylbewerber eingesetzt, kann diese Unterschiede unterstreichen. »Wir verfolgen in Deutschland einen paternalistischen Ansatz, der den Zugang zu Teilhabe und Partizipation erschwert.« Politisches Engagement in den USA habe eine ganz andere Tradition, hier sei es in den letzten Jahrzehnten zusehends schwächer geworden.

Die Stärksten werden es schon schaffen?

Gün Tank ist Integrationsbeauftragte in Berlin

Theodore Oshiro ist Direktor für Gesundheits-Lobbyarbeit bei »Make the Road New York«. »Bei uns arbeiten neue Immigranten häufig in den gefährlichsten Jobs, in denen Profit wichtiger als die Gesundheit der Menschen ist. In Deutschland hat die Mehrheit Zugang zur Gesundheitsversorgung – in den USA nicht.« Dort sage man sich, der Stärkste wird es schon ohne Hilfe bis an die Spitze schaffen, in Deutschland habe man erkannt, dass Einwanderer Hilfe brauchen. Als problematisch in Deutschland hatte er etwas ganz anderes ausgemacht: die öffentliche Meinung: Es sei notwendig, dass auch »alteingesessene« Deutsche gesellschaftliche Vielfalt akzeptierten.

Großen Andrang gab es für den »Sechsten Stuhl« auf dem Podium. »Wer meint, dass er etwas zu unserer Diskussion beitragen kann, setzt sich und beteiligt sich und macht dann Platz für einen nächsten Interessenten«, erläuterte Marjan Parvand das Prinzip. Johannes Borgetto, Flüchtlingsberater beim Migrationsdienst der Caritas in Darmstadt, nahm das Angebot an, um »die Kirche als Akteur« ins Gespräch zu bringen. Dazu die Moderatorin: »Aber fühlen sich dadurch auch muslimische Flüchtlinge angesprochen?« Borgetto: »Das Angebot ist offen für alle!« Darauf Ahmet Yazici vom Bündnis der islamischen Gemeinden in Norddeutschland: »Muslime fühlen sich durch die Kirche natürlich nicht vertreten.« Allerdings hätten christliche Gemeinden den Vorteil, dass sie Flüchtlingen Asyl bieten könnten – was muslimischen Gemeinden aufgrund ihres Rechtsstatus nicht möglich sei. »Rechtlich gesehen sind wir keine Religionsgemeinschaft, sondern eher wie ein Fußballverein.« Nichtsdestotrotz würden sich islamische Gemeinden sehr für Flüchtlinge engagieren. »11.000 Euro jährlich geben wir für Essensgeld für Flüchtlinge aus, wir sehen uns als Auffangbecken.«

Unter Verdacht

Michael Soet sprach über seine Schule

Gabriela Lünsmann sieht auch ihre Profession in der Verantwortung für Flüchtlinge und Menschen ohne Aufenthaltsstatus. »Es war eindrucksvoll zu sehen, wie leicht Menschen in den USA Zugang zu kostenloser Rechtsberatung haben. Anwaltskanzleien dort fühlen sich für einen solchen Service verantwortlich.« Linda Sarsour, integrationXchange-Alumna 2007 und aktiv in der Arab American Association of New York, beleuchtete die Situation in den USA eher kritisch. »Was bedeutet es, wenn Barack Obama im Wahlkampf betonen muss: ‚I’m not a muslim!’?« Muslime in den USA stünden immer noch unter Verdacht, muslimische Verbände würden in die Nähe terroristischer Vereinigungen gerückt. Die arabische Gemeinschaft in den USA sei nicht mächtig. »Aber ich bin amerikanische Staatsbürgerin, man kann mich nirgendwohin abschieben.«

Woran liegt es, wenn Menschen sich nicht willkommen fühlen? Über die Situation auf dieser Seite des Atlantiks sagte Gabriele Gün Tank: »Die deutsche Gesellschaft ist sich ihrer Identität nicht bewusst. Wir sind aber heterogen, damit müssen wir umgehen lernen.« Sich Gehör verschaffen, Dinge nicht hinnehmen – dafür sprach sich Linda Sarsour mit einem Bild aus: »Some people really need to rock the boat!« Marjan Parvand schloss sich dem an: »Als Mitbegründerin eines gerade gegründeten Netzwerks von Journalisten mit Migrationshintergrund verspreche ich Ihnen: We will rock the boat!«

Eine Brücke zwischen Zuhause und Schule

Wilhelm Kelber-Bretz und Latifa Kühn in der Runde zur Bildung

Als zweites Thema stand »Bildung« im Fokus. Das Konzept einer Schule nur für Neuankömmlinge ohne Englischkenntnisse stellte Michael Soet vor. Er ist Schulleiter der International High School in Brooklyn. Seit 25 Jahren und an elf amerikanischen Schulen, davon allein zehn in New York, ist man damit äußerst erfolgreich: 63,4 Prozent der jungen Immigranten machen dort nach vier Jahren ihren High-School-Abschluss. An »normalen« Schulen in New York sind es unter neuen Einwanderern ohne Englischkenntnisse nur 25 Prozent. »Bewusste Heterogenität und Zusammenarbeit« kennzeichnen das Konzept, so Soet. Jeder Fachunterricht ist auch Sprachunterricht – ein Mathelehrer vermittelt also gleichzeitig immer auch Englisch.

Der Wilhelmsburger Lehrer Wilhelm Kelber-Bretz, Teilnehmer der Podiumsrunde zu »Bildung«, hat die International High School als integrationXchange-Teilnehmer 2007 besucht. »Mit Unterschiedlichkeit wird dort völlig anders umgegangen.« Für Latifa Kühn, interkulturelle Beraterin und Programm-Teilnehmerin 2008, sind die Eltern Schlüsselfiguren in der Bildungskarriere der Kinder. Michael Soet: »Unsere Eltern kommen zwar aus Kulturen, in denen Bildung hoch angesehen ist. Aber sie arbeiten hart und haben keine Zeit, sich um die Bildung ihrer Kinder zu kümmern. Sie geben die Kinder an der Tür ab und sagen: Jetzt übernehmt ihr!« Aber auch er mache sich jetzt mehr Gedanken über Elternarbeit. Wilhelm Kelber-Bretz berichtete, dass er als Lehrer mittlerweile Kinder unterrichte, deren Eltern schon bei ihm in den Klassen gesessen hätten. Diese zweite oder dritte Generation hätte ein starkes Interesse am Bildungsweg ihrer Kinder.

Die Identität der Kinder stärken, Migrationshintergrund inklusive

Generalkonsulin Karen E. Johnson

Einen neuen Aspekt warf die New Yorker Kinderpsychologin Kelly Sykes in die Diskussion. »Die Linse, durch die ich Programme betrachte, ist: Wie unterstützen sie das ganze Kind?« Das deutsche Bildungssystem stehe meist nur für die deutsche Identität; die Familie stehe für die kulturelle Identität des Kindes. »Die Schule von Michael Soet schafft eine Brücke zwischen Zuhause und Schule.« »Kinder müssen sich selbst und ihre Migrationserfahrung wieder finden im Curriculum«, stimmte denn auch Michael Soet zu. Dann könne Bildung auch ohne großes Engagement von Eltern gelingen. »Wir stehen in der Verantwortung des Kindes. Es geht darum, eine neue Generation von selbstbewussten Kindern zu erziehen«, so Latifa Kühn. Ein Kind, das in der öffentlichen Wahrnehmung immer als defizitär behandelt werde, befinde sich unter großem Druck. Auch Kelly Sykes unterstrich, wie wichtig eine positive ethnische Selbstwahrnehmung sei: »Wenn Teile von dir in den Untergrund gehen müssen, dann verwendest du viel Energie dafür, indem du verneinst, wer du bist. Das schafft Probleme, wenn es ums Lernen geht.«

Die Juristin Selma Öztürk machte auf dem »sechsten Stuhl« deutlich: Auch Migrantinnen, die das deutsche Bildungssystem erfolgreich durchlaufen haben, fühlen sich nicht angenommen. »Wenn man sagt: Bildung ist Voraussetzung – die habe ich. Ich habe die deutsche Staatsbürgerschaft. Ich bin in Hannover aufgewachsen, wo man das beste Hochdeutsch spricht.« Es scheitere am Äußerlichen, an einer Gesellschaft, die sagt, das Fremde wollen wir nicht haben. Auch Latifa Kühn sieht Integration als gesamtgesellschaftlichen Auftrag und wünscht sich eine Bewegung – ähnlich der Anti-Atomkraft-Bewegung oder anderen großen sozialen Bewegungen. Ein gutes Schlusswort zum Ende der Podiumsdiskussionen: In offenen Diskussionsgruppen war dann der Input der anderen Tagungsteilnehmer gefragt. Die rund 90 Teilnehmer waren aus allen Teilen der Bundesrepublik – und aus den USA – gekommen. Lehrer, Sozialarbeiter, freiwillig und politisch Engagierte, Bibliothekarinnen: Sie schlugen selbst die Themen vor, die ihnen unter den Nägeln brannten. Diskutiert wurden die Bereiche Interkulturelle Kompetenzen, Migration und Medien, Schule und Elternarbeit, Integration durch Sport, Perspektivenwechsel, illegale Zuwanderung und Muslime in Deutschland.

Verändert in die eigene Gesellschaft zurückkehren

Ana Mercedes Polanco erzählt, was sie persönlich aus dem Austausch mit Hamburg nach New York mitnimmt

»Austausch und Erfahrungen aus erster Hand können Perspektiven und Leben verändern. Ich bin sicher, dass das vielen Menschen und Communitys zugute kommen wird«, sagte Karen E. Johnson, die US-amerikanische Generalkonsulin, in ihrem abschließenden Grußwort. Sie sei beeindruckt vom Einsatz und der Professionalität der integrationXchange-Teilnehmer.

Zwei Testimonials beschlossen den Abend. Gottfried Eich, Mitarbeiter des Diakonischen Werks Hamburg, sprach für die deutsche Gruppe. Als Beispiel für ein konkretes Projekt, das aus New York direkt auf Hamburg übertragen werden könne, nannte er die »Parent Coordinators« an New Yorker Schulen. Er sei bereits dabei, diese Idee in Hamburg zu etablieren. Als zweite, leicht übertragbare Idee stellte Eich etwas vor, das er am Bronx Community College kennen gelernt hat: Eine Jugendorganisation ist in die Arbeit dort eingebunden, mit eigenen Räumen und eigenem Sozialarbeiter, um den Übergang von Schule zu Arbeit zu erleichtern. Eich rückblickend auf das ganze Programm: Er habe dank integrationXchange seine eigenen Vorurteilen reflektiert und seinen Horizont erweitern können. Um derartige Lernprozesse weiterhin zu ermöglichen, schlug Gottfried Eich vor, das Programm selbstorganisiert fortzuführen: integrationXchange reloaded!

Ein sehr persönliches Statement gab Ana Mercedes Polanco aus New York: Die Teilnehmer des Austauschprogramms hätten in vielen aufregenden Diskussionen immer wieder ausgelotet, was es heißt, Amerikaner oder Deutscher zu sein. Die Antwort war für keinen Teilnehmer eindeutig. Sie selbst fühle sich als US-Amerikanerin mit lateinamerikanischen Wurzeln solidarisch mit vielen türkischen Frauen in Deutschland. Als ausgebildete Rechtsanwältin solidarisiere sie sich mit anderen Anwälten, die Lobbyarbeit betreiben und sich für Menschenrechte einsetzen. Sie sei aber auch solidarisch mit den Gewerkschaftlern, die für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen von illegalen Flüchtlingen streiten. Im öffentlichen Interesse beider Länder sei es das Wichtigste, dass Menschen bürgerschaftliche Vorreiterrolle übernehmen. »Das sind die Dinge, die uns einen.« Reaktion aus dem Publikum: Yes, we can!

Dossier über integrationXchange (PDF)

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