Ein überraschendes Talent
Der Boy-Gobert-Preis geht in diesem Jahr an den Nachwuchsschauspieler Stefan Haschke.
Alle Redner waren sich an diesem Morgen einig: Stefan Haschke habe trotz seiner Jugend bereits Beachtliches geleistet. Bei der 29. Verleihung feierten sie im voll besetzen Hamburger Thalia Theater den Leipziger Nachwuchsschauspieler, der im Altonaer Theater in S. Regeners »Herr Lehmann« und in den Hamburger Kammerspielen als Adam in Neil LaButes »Das Maß der Dinge« so sehr überzeugt hatte. Dabei – so die Jury – habe Haschke die seltene Gabe, das Unscheinbare an einem Durchschnittstypen augenfällig, die sogenannte Normalität aufregend zu gestalten, weil er sie existenziell ernst nimmt.
Haschke verstünde wie kaum ein anderer seiner Generation die Kunst des Witzes. Er könne Tragik und Komik verbinden, ohne die Figur, die er spielt, zu verraten. Das sei höchste Kunst, begeisterte sich die Laudatorin, die Regisseurin Ulrike Grote. Man könne nicht mehr sehen, wer jetzt eigentlich der Haschke sei und wer die Figur. »Der Stefan« könne aus dem Stegreif zaubern und sei ein Talent, das alle im Publikum hoffentlich noch oft überraschen werden.
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