Porträt
Das Körber Studio Junge Regie ist ein Kooperationsprojekt von Universität Hamburg, Thalia Theater und der Körber-Stiftung. Seit 2003 werden die Studierenden und Dozenten der elf Hochschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, an denen Theorie und Praxis des Regieführens gelehrt wird, nach Hamburg eingeladen. Innerhalb einer Woche zeigen die jungen Regisseurinnen und Regisseure im Thalia in der Gaußstraße ihre Inszenierungen. Am Ende der Festivalwoche wird die beste Nachwuchsinszenierung von einer Jury aus Theaterfachleuten ausgezeichnet. Der Gewinner bekommt die Möglichkeit, an einem renommierten Stadt- oder Staatstheater eine Regiearbeit oder aber ein Projekt in der freien Szene zu entwickeln. Die Körber-Stiftung fördert diese Regiearbeit mit insgesamt 10.000 EUR.
Die Preisträger
Die Preisträger der bisherigen Festivals waren:
Gernot Grünewald, Gewinner 2011
Kristofer Gudmunsson, Gesine Hohmann, Stephan Stock, Gewinnerteam 2010
Daniel Pfluger, Gewinner 2009
Heike M. Götze, Gewinnerin 2008
Julia Hölscher, Gewinnerin 2007
Seraina Maria Sievi, Gewinnerin 2005
Agnes Hansch, Gewinnerin 2004
David Bösch, Gewinner 2003
Darüber hinaus inszenieren zahlreiche Festivalteilnehmer heute an mehreren Bühnen. Zu ihnen gehören unter anderem: Jorinde Dröse, Roger Vontobel, Hannah Rudolph und Lisa Nielebock.
Idee des Festivals
Wie erleben, beobachten und bewerten junge Regisseure unsere Gegenwart und wie finden sie mittels historischer und moderner Texte in ihren Inszenierungen einen Weg, dem Publikum ihren Blick zu vermitteln?
Die Idee des Festivals ist, die unterschiedlichen Herangehensweisen der jungen Regisseure an historische, politische und gesellschaftlich aktuelle Themen und ihre Umsetzung öffentlich zu zeigen und darüber zu diskutieren. Das bedeutet für die Teilnehmer, sich kritisch und selbstreflektierend mit der eigenen Arbeit auseinanderzusetzen. Somit werden die jungen Regisseure mit der späteren Situation am Theater konfrontiert: etwa im Umgang mit den verschiedenen Formen außenstehender Bewertung durch Kritiker oder dem Publikum.
Diskussionsrunden im Körber Studio Junge Regie
Das Echo der Anderen auf das Gesehene bildet die Grundlage für die Gesprächssituationen im Körber Studio Junge Regie. Die interne Diskussion von Regisseur zu Regisseur, von Regisseur zu Schauspieler, von Regisseur zu Kritiker und natürlich – diesmal öffentlich – zwischen den Inszenierungsteams und dem Publikum stehen im Mittelpunkt des Festivals. Damit wird der zukünftigen Regiegeneration ein Forum gegeben, Erfahrungen auszutauschen und unterschiedlichen Arbeitsweisen, Stilen und Ideen zu begegnen.
Auf Regiethemen spezifizierte Symposien
Jedes Körber Studio lädt die Studenten und Dozenten der Hochschulen ein, an einem auf Regiethemen spezifizierten Symposium teilzunehmen. Namhafte Gäste wie Peter Stein, Christian Meier, Jürgen Wertheimer, Karoline Gruber, Heiner Goebbels, Hans-Thies Lehmann und René Pollesch haben zu den Symposien der vergangenen Festivals intensive, zum Teil erfrischend kontroverse Debatten beigetragen.
Die Lust der Festivalteilnehmer und des Publikums an Austausch und Diskussion und die Begeisterung Ungesehenes und Neues, Energiereiches und Unverstelltes kennenzulernen und zu beobachten, machen jedes Körber Studio Junge Regie zu einem intensiven Erlebnis. Und diese Mischung ist es auch, die Studierende, Dozenten und Theaterleute aus Deutschland Österreich und der Schweiz in jedem Festivaljahr Jahr nach Hamburg zieht.
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