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Porträt

»Erleben, Lernen, Selber machen«

Beim Theaterspielen kann man mit fremden Augen aufs eigene Leben schauen…
Auf der Suche nach zeitgemäßen Zugängen für Jugendliche zum Theater gehen die Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung und die Körber-Stiftung seit 2002 neue Wege. Unterstützt von der Behörde für Kultur, Sport und Medien führen sie im Projekt TUSCH (Theater und Schule) Hamburger Theater und Schulen in zweijährigen Partnerschaften zusammen. In diesem Zeitraum erarbeiten Theatermacher gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern Themen rund ums Theater und gestalten öffentliche Aufführungen, Performances und Ausstellungen…
Über den direkten Kontakt und lebendigen Austausch zwischen Theater und Schule lernen die Jugendlichen alle Facetten der Theaterwelt, von den Bühnenproben über die Öffentlichkeitsarbeit bis zur Theatertischlerei kennen. Spielfreude und Spaß am kreativem Gestalten stehen am Anfang. In der kreativen Auseinandersetzung mit den Theatermachern entwickeln sie ästhetische Kompetenzen, die ihnen neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Die Bühnen bieten ihnen Raum, das Gelernte unter professioneller Anleitung zu erproben und eigene Ideen zu entwickeln.

Fotos: Ellen Coenders

TUSCH – viel mehr als Theaterspiel

Die Vielfalt des Theaters bereichert den Unterrichtsalltag von Schülern, Eltern und Lehrern. Letztendlich strahlt TUSCH im Sinne ganzheitlichen Lernens auf viele andere (Lern-)Bereiche aus.
Die Theater erfahren ihrerseits mehr über die Lebenswelten junger Menschen. Welche ästhetischen Handschriften bevorzugen sie? Welche Spielplanangebote müssen sie machen, um Jugendliche als zukünftige Zuschauer zu gewinnen?
Aus Fragen wie diesen entstehen Impulse für die eigene Inszenierungsarbeit und Spielplangestaltung.

Fotos: Ellen Coenders

TUSCH – die fünfte Runde

TUSCH befindet sich seit Herbst 2010 in seiner fünften Runde und freut sich auf viele weitere gelungene Zusammenspiele! In den Spielzeiten bzw. Schuljahren 2010-2012 befinden sich nun insgesamt 15 Hamburger Bühnen und 20 Schulen in einem intensiven und lebendigen Austausch. Über 30 Schulen hatten sich für diesen TUSCH-Durchlauf beworben.
Theater und Schulen gehen für diesen Zeitraum eine feste Vereinbarung ein, in der unter anderem feste Ansprechpartner, Kommunikationsstrukturen, Eckpunkte der Projektarbeit sowie eine Projektdokumentation und -evaluation festgelegt werden. Sie ist der Garant für eine entsprechende Projektqualität und Verlässlichkeit.

Prozessqualität

Die einzelnen partnerschaftlichen Projekte zwischen den Theatern und Schulen laufen jeweils für zwei Spielzeiten und werden in jedem Jahr auf der zentralen Veranstaltung »AufgeTuScht« in einem der Partnertheater der Öffentlichkeit präsentiert. Ausschnitte aus Inszenierungen von Schülern und Profis, Performances, Videoeinspielungen, Ausstellungen und Interviews geben Einblicke in einzelne Projekte. Darüber hinaus bieten die Behörde für Schule und Berufsbildung und die Körber-Stiftung regelmäßige Treffen und Workshops an, in denen sich die Projektleitungen von TUSCH austauschen können.

Wie wird man TUSCH-Schule?

Jede Hamburger Schule kann sich für TUSCH bewerben. Die nächste Bewerbung ist jedoch erst zum Frühjahr 2012 möglich.

Für die Körber-Stiftung, die mit mehreren großen Projekten im Kultur- und Bildungsbereich aktiv ist, gehört auch die Förderung des Kultursektors am Standort Hamburg zu den Schwerpunkten ihrer Stiftungsarbeit.
Mit der Unterstützung des Schnittstellenprojekts TUSCH Hamburg will die Stiftung bildungspolitische Fragen nicht nur auf kognitive Kompetenzen verengt sehen, sondern sie will auch kreative Fächer und Kultur insgesamt als Element der Allgemeinbildung stärken. Es geht darum, Kontakt zur Kunstproduktion durch eigenes Tun herzustellen und Erlebnisse zu schaffen, durch welche die Kultur zum festen Lebensbestandteil junger Menschen wird.

Für die großzügige Überlassung von Namen und Logo
danken wir dem Vorbild TUSCH-Berlin.

TUSCH in anderen Bundesländern

TUSCH, die Zusammenarbeit von Theater und Schule hat bereits in vielen Ländern einen festen Platz in der kulturellen Bildung. Ausgegangen ist die Bewegung von TUSCH-Berlin.

TUSCH Berlin
TUSCH Frankfurt
TUSCH München
TUSCH Stuttgart
KLATSCH, Kulturelles Lernen an (Off) Theatern und Schulen in Sachsen-Anhalt

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