

v.l.: Torsten Rademacher (2. Preis), Erstpreisträger Moritz Renner, Erstpreisträgerin Katrin Kinzelbach, Florian Beißner (2. Preis), Bundestagspräsident Norbert Lammert, Erstpreisträger Bengt-Frederik Belgardt, Juli Zeh (2. Preis), Wolfgang Guter (2. Preis), Katja Bertsch (2. Preis), Christina Boll (2. Preis)
(Foto: David Ausserhofer)
Meldung vom Mittwoch, 9. November 2011
Deutscher Studienpreis 2011 wurde verliehen
Bundestagspräsident Norbert Lammert zeichnete am 8. November in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin die Preisträger des Deutschen Studienpreises 2011 aus. Die Politologin Katrin Kinzelbach untersuchte in ihrer Doktorarbeit, die an der Universität Wien entstanden ist, den streng vertraulichen Menschenrechtsdialog zwischen der EU und China. Der Jurist Moritz Renner, der an der Universität Bremen promoviert hat, überzeugte die Juroren mit der Analyse des globalen Trends, dass private Schiedsgerichte im internationalen Wirtschaftsverkehr zunehmend staatliche Gerichte ersetzen und so ein eigenes transnationales Recht schaffen. Der Molekularbiologe Bengt-Frederik Belgardt, der seine Doktorarbeit an der Universität zu Köln vorgelegt hat, wies nach, welche molekularen Signalwege im Gehirn Nahrungsaufnahme, Körpergewicht und Blutzuckerspiegel regulieren. Neben der fachwissenschaftlichen Exzellenz zählt beim Deutschen Studienpreis vor allem die spezifische gesellschaftliche Bedeutung der jeweiligen Forschungsbeiträge. Gefragt ist dabei weniger die ökonomische Verwertbarkeit, wohl aber der gesamtgesellschaftliche Nutzen wissenschaftlicher Erkenntnis.
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