Meldung vom Montag, 17. Mai 2010
»Metapher Internet«. Neues Buch von Studienpreisträger Harun Maye erschienen
Was haben Goethe und Herder mit Jack London und dem Surfen zu tun? Warum inspirierte Edgar Allan Poe die Medientheorie von Marshall McLuhan? Wie hängen Cyberpunk und Bildungsroman zusammen? Literatur und Internet haben mehr gemeinsam, als die starre Chronik der Mediengeschichte zunächst vermuten lässt.
Gemeinsam mit Co-Autor Matthias Bickenbach analysiert Studienpreisträger Harun Maye den inneren Zusammenhang beider Medien. Der gemeinsame Bezug, so die These des Autorenteams, richtet sich auf die Möglichkeit von Innovationen und Bildungschancen, die in Bildern der Wasser- und Meeresmetaphorik gefasst sind. Die Begriffe »Vernetzung« und »Navigation«, aber auch die scheinbar modische Metapher »Surfen« beschreiben einen operativen Umgang mit Texten und Informationen, der als literarische Bildung bezeichnet werden kann.
Harun Maye, der 2000 mit dem Deutschen Studienpreis ausgezeichnet wurde, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie der Bauhaus-Universität Weimar. Sein gemeinsam mit Matthias Bickenbach verfasstes Buch »Metapher Internet. Literarische Bildung und Surfen« ist im Kulturverlag Kadmos erschienen.
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