Übersicht über die am Kooperationsprojekt »Forschendes Lernen an Hamburger Hochschulen« beteiligten Modellvorhaben
HafenCity Universität Hamburg
Forschendes Lernen für nachhaltige Stadtentwicklung
Zusätzlich zu ihren regulären Lehrveranstaltungen forschen Studierende aus allen vier Departments der HCU zum Thema »Nachhaltige Stadtentwicklung«. Am konkreten Beispiel des Sanierungsgebiets Altona-Altstadt, Große Bergstraße/Nobistor erheben sie Daten und Fakten zum aktuellen Planungsstand, untersuchen die laufenden Prozesse der Nutzung, Planung, Abstimmung sowie Umsetzung und analysieren Interaktion und Kommunikation der beteiligten Akteure. Die Forschungsergebnisse sollen sowohl als konkrete Entscheidungshilfe für den weiteren Sanierungsprozess dienen als auch als Grundlagendaten für die Forschungsgruppe REAP (Ressourceneffizienz in Architektur und Planung) an der HCU. Die Erfahrungen mit diesem Pilotprojekt werden durch das »Studentische Projektbüro für Forschendes Lernen« dokumentiert, ausgewertet und anderen Hochschulen zur Verfügung gestellt.
Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Dickhaut, Department Bauingenieurwesen
Prof. Dr.-Ing. habil. Wolfgang Willkomm, Department Architektur
![]()
Helmut Schmidt Universität
Pädagogische Lehrforschung
In einem einführenden Teil des Lehrforschungsprojekts werden die Studierenden zunächst mit einer bestimmten Methode der qualitativen Bildungsforschung vertraut gemacht. In einem nächsten Schritt entwickeln sie innerhalb eines übergreifenden Rahmenthemas (Pädagogik der Dinge bzw. unterschiedliche Formen der Raumaneignung) eigenständig eine Fragestellung sowie ein Forschungsdesign. Bei erfolgreichem Verlauf können die Ergebnisse gemeinsam publiziert werden; aus den Forschungsarbeiten können die Studierenden außerdem zukünftige Abschlussarbeiten entwickeln.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Arnd-Michael Nohl, Fachbereich Pädagogik
Dipl.-Päd. Florian von Rosenberg, Fachbereich Pädagogik
Personenzentrierte Beratung in Organisationen.
Ein soziologisches Lehrforschungsprojekt
Ziel des auf zwei Semester angelegten Lehrforschungsprojekts ist die Erforschung von Funktion, Nutzen, Professionsbildung und Qualitätssicherung im Bereich »personenzentrierte Beratung« (Coaching, Supervision, Mentoring). Eingeteilt ist das Lehrforschungsprojekt in einen stark vorstrukturierten thematischen und methodischen Vorbereitungsteil, eine weitgehend von kleinen Arbeitsgruppen selbstständig durchgeführte empirische Untersuchung sowie einen Auswertungsteil, der ebenfalls weitgehend selbstständig von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bestritten wird. Das Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass die Studierenden den akademischen Alltag – vom Schreiben eines Forschungsantrags bis zum Vortrag auf einer wissenschaftlichen Konferenz – möglichst hautnah erleben sollen.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Stefan Kühl, ehemals Fachbereich Sozialwissenschaften an der Helmut Schmidt Universität, jetzt Institut für Soziologie an der Universität Bielefeld
![]()
Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Neue Wege für wissenschaftliche Publikationen? Ein Projektseminar
Die einsemestrige Veranstaltung steht unter der konkreten Fragestellung: Ist die Einführung einer Plattform für wissenschaftliche Veröffentlichungen mit Post Review für den deutschsprachigen Raum sinnvoll und durchführbar? In eigenständig arbeitenden, interdisziplinär zusammengesetzten Kleingruppen analysieren die Studierenden zunächst die Rahmenbedingungen (Marktsituation, unterschiedliche Review-Verfahren, juristische Aspekte etc.), um dann ein eigenes Konzept zu entwickeln. Dabei werden sie von Tutoren und Professoren unterstützt. Die einzelnen Arbeitsschritte werden in Kompaktseminaren am Anfang, in der Mitte und am Ende des Semesters gemeinsam besprochen und bewertet.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Franziskus Geeb, Department Information
Prof. Dr. Ute Krauß-Leichert, Department Information
Forschendes Lernen als konstitutives Element des Moduls »Reflexion und Fallverstehen« im Dualen Studiengang Pflege
In dem studienbegleitenden Modul »Reflexion und Fallverstehen« bearbeiten die Studierenden in kleinen Gruppen konkret erlebte, authentische Situationen aus dem Handlungsfeld Pflege im Sinne der kritisch-rekonstruktiven Fallarbeit. Ziel ist die Ausbildung eines doppelten Habitus von praktisch-professionellem Können und wissenschaftsbasierter Reflexivität.
Ansprechpartner:
Dipl.-Pflegepädagogin Katharina Straß, Department Pflege & Management
![]()
Hochschule für Musik und Theater
Provokation MEDEA. Ein fächerübergreifendes Projekt zum forschenden Lernen
Ziel des Projekts »Provokation MEDEA« ist die Verknüpfung von wissenschaftlicher und künstlerischer Reflexion. Studierende der Studiengänge Komposition, Musiktheater- und Schauspielregie, Musikwissenschaft und Dramaturgie sollen die theoretische Arbeit am Medea-Stoff mit der künstlerischen Umsetzung auf der Bühne verbinden. Die abschließende Aufführung werden in der Hochschule und – in Auszügen – im Rahmen der Tagung zum forschenden Lernen im KörberForum gezeigt.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Beatrix Borchard
Dr. Bettina Knauer
![]()
Universität Hamburg
Forschungswerkstatt Schulentwicklung
In der »Forschungswerkstatt Schulentwicklung« führen studentische Teams am konkreten Beispiel Hamburger Schulen eigenständige empirische Forschungen zu Aspekten der Schulentwicklung durch. Die studentischen Arbeiten werden einerseits in den größeren Forschungszusammenhang der Arbeitsstelle Schulentwicklung eingebunden. Andererseits werden die Erkenntnisse auch an die betroffenen Schulen weitergegeben und dort (teilweise) umgesetzt.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Johannes Bastian, Fachbereich Erziehungswissenschaft
Gesellschaft und Tiere – Wandel im Verhältnis der Menschen zu ihren Haustieren und neue Tierrechte. Ein soziologisches Forschungsseminar
In einem zweisemestrigen Forschungsseminar zum Rahmenthema »Verhältnis von Mensch und Tier/neue Tierrechte« entwickeln die Studierenden in einander abwechselnden Plenums- und Arbeitsgruppensitzungen eine eigene Fragestellung sowie einen Forschungsplan. Bei der Auswahl der Methoden und Instrumentarien werden sie von der Seminarleitung und von weiteren wissenschaftlichen Mitarbeitern unterstützt. Die am Ende vorliegenden Forschungsberichte sollen 2008 in einem Sammelband veröffentlicht werden.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Birgit Pfau-Effinger, Institut für Soziologie
Die Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) und die Forschungsstelle Kriege Rüstung und Entwicklung als kombinierte Lehr- und Forschungsveranstaltung
Die seit 1978 bestehende Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) bietet begabten und motivierten Studierenden kontinuierlich die Möglichkeit, in einen größeren Forschungszusammenhang »hineinzuwachsen« und dort ggf. auch eine Abschlussarbeit zu erstellen. Die Studierenden vertiefen eigene Forschungsinteressen in Projektgruppen, schreiben Fachartikel und wirken an der Pflege und Aktualisierung der »Kriegsdatenbank« der AKUF mit. Sie erhalten überdies Einblick in die Bedingungen und Arbeitsweisen drittmittelfinanzierter Forschung.
Ansprechpartner:
Manuel Probst, Institut für Politische Wissenschaft
Wolfgang Schreiber, Institut für Politische Wissenschaft
»Effektiv studieren« – Wissenstransformationen live
Im Prozess der Aneignung – etwa durch Mitschriften, wie sie Studierende alltäglich in Seminaren und Vorlesungen erstellen – erfährt wissenschaftliches Wissen spezifische Transformationen. Im Rahmen eines linguistischen Lehrmoduls bearbeiten, analysieren und vergleichen Studierende authentische Mitschriften und quasi-experimentell erhobene Materialien. Ziel der Untersuchung ist es u.a., Verfahren der Selektion und Modifikation im Wissenstransfer zu identifizieren, Rezeptionsroutinen zu erkennen und möglicherweise eine Typologie unterschiedlicher Verfahren des Mitschreibens zu entwickeln.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Angelika Redder, Institut für Germanistik I
Christoph Breitsprecher, Institut für Germanistik I

































