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Forum Wissenschaft

Welchen Stellenwert hat Wissenschaft in unserer Gesellschaft? Wie können wir die Arbeitsbedingungen für Nachwuchswissenschaftler und Spitzenforscher verbessern? Wie begeistern und befähigen wir möglichst viele junge Menschen für ein wissenschaftliches Studium? In Tagungen, Workshops, Netzwerktreffen und Publikationen bringt die Körber-Stiftung Menschen zusammen, die diese Fragen diskutieren und konkrete Lösungsansätze erarbeiten. Beiträge und Ergebnisse dieser Debatten dokumentieren wir im Forum Wissenschaft. Ältere Beiträge finden Sie in unserem Archiv.

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Ulrich Schnabel (li.), Olaf Köller
(Foto: Till Schürmann)

Stricken ohne Wolle?

Die Debatte um Pisa & Co hat in deutschen Lehrplänen Spuren hinterlassen. Auf der Basis verbindlicher Bildungsstandards sind Kompetenzstufenmodelle entwickelt worden, um in der Schule objektiver beurteilen zu können, in welchem Maße die gesetzten Standards erreicht werden. Was unterscheidet diese neuen Modelle des Bildungsmonitorings von der traditionellen Qualitätsentwicklung durch Lehrplanvorgaben? Und welche Erfahrungen gibt es mit den auf dieser Grundlage neu formulierten Test- und Lernaufgaben? Olaf Köller vom Kieler IPN und der Frankfurter Biologiedidaktiker Hans-Peter Klein im Streitgespräch. weiter

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Matthias Mayer
(Foto: David Ausserhofer)

»Ohne Doktoranden könnte der Wissenschaftsbetrieb dicht machen.«

Immer mehr Dissertationen von Politikern geraten unter Plagiatsverdacht. »Hier droht eine fortgesetzte Verharmlosung einerseits und eine Missachtung echter wissenschaftlicher Leistungen andererseits«, meint Matthias Mayer, der Leiter des Bereichs Wissenschaft der Körber-Stiftung. weiter

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v.l.: Matthias Mayer, Günther Ziegler, Renate Ries
(Foto: Christof Rieken/WiD)

»Wissenschaftspreise müssen dynamisch bleiben und sich an veränderte gesellschaftliche Bedingungen anpassen.«

Wissenschaftspreise sind ein beliebtes, aber nicht mehr ganz neues Instrument der Wissenschaftsförderung. Ist die persönliche Auszeichnung im Rampenlicht angesichts der Vielzahl der vergebenen Preise überhaupt noch zeitgemäß? Und erfüllt sie tatsächlich noch die Erwartungen, die Stifter seit je her an sie knüpfen? Matthias Mayer, Leiter des Bereichs Wissenschaft der Körber-Stiftung diskutierte mit drei Kennern der Szene auf dem dritten »Forum Wissenschaftskommunikation« in Mannheim. weiter

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Robert Paul Königs
(Foto: Claudia Höhne)

»Zunehmende Unfähigkeit, die Spreu vom Weizen zu trennen«

Welche Konsequenzen hat der zunehmende Publikationsdruck – insbesondere beim wissenschaftlichen Nachwuchs – für den einzelnen Forscher und das Gesamtunternehmen Wissenschaft? Unter dem Titel »Publish or Perish« diskutierten darüber der Medienwissenschaftler Werner Faulstich, die Vorstandssprecherin der Jungen Akademie Rafaela Hillerbrand, der DFG-Vertreter Robert Paul Königs und der Soziologe Hartmut Rosa. weiter

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Jürgen Mittelstraß
(Foto: Jann Wilken)

»Verschulte Wege führen nicht in die Wissenschaft, sondern in die Schule.«

Das Promotionswesen in Deutschland und im europäischen Raum ist im Wandel begriffen. Durch strukturierte Promotionsprogramme sollen Promovierende bestmöglich auf ihre wissenschaftliche Laufbahn vorbereitet werden und international wettbewerbsfähig sein. Anlässlich der Tagung »Wie willkommen ist der wissenschaftliche Nachwuchs?« nimmt der Direktor des Konstanzer Wissenschaftsforums, Jürgen Mittelstraß, eine Standortbestimmung vor. Dabei verweist er auf die Qualität unabhängigen Forschens, die er durch die Promotion in Doktorandenprogrammen und Graduiertenschulen gefährdet sieht. weiter

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Pär Omling
(Foto: Jann Wilken)

»In Schweden ist Wissenschaft nichts Exklusives.«

Nicht nur die Ergebnisse von PISA lassen uns neidisch nach Skandinavien blicken, auch im Bereich der Wissenschafts-förderung lohnt ein Blick über den Tellerrand – nach Schweden. Was können wir für unser Promotionswesen von Schweden lernen? Auf der Tagung »Wie willkommen ist der wissenschaftliche Nachwuchs?« nennt Pär Omling, Direktor des Swedish Research Council, Anhaltspunkte für den Erfolg des PhD-Systems in Schweden und legt dar, welche Rolle dabei wirtschaftliche und infrastrukturelle Konstellationen spielen. weiter

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Julian Nida-Rümelin
(Foto: Jann Wilken)

»Der Bologna-Reform fehlt die kulturelle Leitidee.«

Im Zuge der aktuellen Reformbewegungen in den Wissenschaften zieht Julian Nida-Rümelin, Münchener Philosoph und Kulturstaatsminister a.D., auf der Tagung »Wie willkommen ist der wissenschaftliche Nachwuchs?« eine Zwischenbilanz. Im Abgleich mit der Humboldtschen Bildungsreform lautet seine Diagnose: »Der Bologna-Reform fehlt die kulturelle Leitidee.« Eine solche Leitidee heute auf europäischer Ebene zu etablieren ist ungleich schwerer, aber Nida-Rümelin zufolge notwendig. weiter

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Wilhelm Krull
(Foto: Jann Wilken)

»Transformative Forschung fördern, um disziplinäre Grenzen zu überschreiten.«

Viele Nachwuchsforschende stehen nach ihrer Promotion vor einem Dilemma: Sie sind mit der Einwerbung von Drittmitteln beschäftigt, haben keine Planungssicherheit und stemmen einen Großteil der Lehre an den Universitäten und Fachhochschulen. Dies geht nicht nur zu Lasten der Post-Docs selbst, sondern auch der innovativen Forschung. Seit einigen Jahren setzt das Wissenschaftssystem deshalb verstärkt auf die Förderung der Post-Doc-Phase. Ein solches Förderpaket bietet die VolkswagenStiftung an. Auf der Tagung »Wie willkommen ist der wissenschaftliche Nachwuchs?« erläutert Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung, das Programm zur Stärkung transformativer Forschung. weiter

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Jutta Allmendinger
(Foto: Jann Wilken)

»Sicherheit geben, an einem Standort für längere Zeit erwerbstätig zu sein.«

Wie verhält es sich im universitären Wissenschaftsbetrieb mit den Beschäftigungszeiten, der Besoldung und der Vereinbarkeit von Familie und Forschung? Und wie sieht die Situation auf dem Arbeitsmarkt der außeruniversitären Forschung aus? Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, präsentiert auf der Tagung »Wie willkommen ist der wissenschaftliche Nachwuchs?« erste Ergebnisse ihrer Studie zur allgemeinen Befindlichkeit unter Juniorprofessuren und Post-Docs in Deutschland. Ihr Zwischenresümee: Es gibt noch viel zu tun. weiter

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