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»Der Bologna-Reform fehlt die kulturelle Leitidee.«
Welchen gesellschaftlichen und funktionalen Stellenwert haben die Wissenschaften heute? Welche Maßstäbe können wir dieser Beurteilung zu Grunde legen? Der Münchener Philosoph und Kulturstaatsminister a.D., Julian Nida-Rümelin, verweist in diesem Zusammenhang auf die umfassende Bildungsreform Wilhelm von Humboldts. Dem Verständnis von Humboldt nach sollte Wissenschaft nicht um ihrer selbst Willen praktiziert werden, sondern in erster Linie der Charakterbildung dienen, also dem Heranwachsen der Forschenden zu Persönlichkeiten.
Diesem Verständnis liege eine kulturelle Leitidee zu Grunde, die in der aktuellen Bologna-Reform fehle, so Nida-Rümelin. Stattdessen führe das aktuelle Spannungsfeld der Traditionsbrüche in ein doppeltes Verständigungsproblem – ein Verständigungsproblem zwischen den Disziplinen und ein Verständigungsproblem zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Welche kulturelle Leitidee ließe sich heute entwickeln? Und was können wir von den Humboldtschen Reformen heute lernen?
Der Bologna-Reform fehlt die kulturelle Leitidee (MP3)
Bologna-Prozess zwischen Anspruch und Wirklichkeit (PDF)
Studie zu Problembereichen des Bologna-Prozesses und Ansatzpunkte für eine Neujustierung (GEW)
Das offenkundige Scheitern des Bologna-Prozesses (PDF)
Thesen zur Hochschulpolitik in Deutschland von Julian Nida-Rümelin
Gemischte Bologna Bilanz
Expertenanhörung im »Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung« des Deutschen Bundestages zu zehn Jahren Bologna-Prozess (Deutscher Bundestag)





































