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Die Hochschulen

Fotos: Thomas Rokos

Die fünf in der MINT-Ausbildung tätigen Hamburger Hochschulen sind als Träger im Kuratorium der Initiative NaT vertreten. Darüber hinaus tragen sie als Kooperationspartner der Schulen durch konkrete Projekte dazu bei, den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht mit Beispielen aus Forschung und Praxis anschaulich und lebendig zu machen. Ihr gemeinsames Ziel: mehr Schülerinnen und Schüler für die MINT-Fächer begeistern und deren Orientierung für Studium und Beruf unterstützen. Dazu entwickelten Hochschullehrer mit Lehrkräften Unterrichtsmodule zu unterschiedlichen Themen, wodurch die Schüler einen praktischen Einblick in Studien- und Forschungsbereiche bekommen.

Universität Hamburg (UHH)

Die Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften (MIN) an der UHH hat ein umfangreiches Programm, um bei Schülerinnen und Schülern das Interesse und die Motivation für ein MIN-Studium zu wecken. Die UHH ist auf Berufsorientierungswochen in Schulen und auf Schülermessen vertreten, um interessierten Schülern bereits vor dem Studium ein möglichst praxisorientiertes Bild der Studiengänge zu vermitteln. Außerdem werden in den Ferienzeiten die Labore der UHH für rund 700 Oberstufenschüler/-innen geöffnet.
In der Initiative NaT ist die UHH an zwei Modulen beteiligt. Prof. Dr. Torsten Dahm arbeitet zusammen mit dem Gymnasium Süderelbe im Modul Geophysik zum Thema Erdbeben, bei dem die Schüler und Schülerinnen Erdbewegungen in Echtzeit messen und ihre Beobachtungen über das Internet mit anderen Schülern in Europa austauschen. Daneben arbeitet die UHH mit dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium und dem Hansa-Gymnasium in einem Modul zum Thema Energiespeicherung zusammen. Dabei werden unter Anleitung von Prof. Dr. Michael Fröba unterschiedliche Experimente zum Thema in den Laboren der Universität durchgeführt.

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW)

Die HAW will mit ihren Angeboten für Schülerinnen und Schüler das Interesse für ein technikorientiertes Studium wecken. Hierfür wurden vielfältige Angebote entwickelt, u. a. das Schülerlabor Biotechnikum, ein Probe-Praktika (»Physik und ihre Anwendungen«), ein dreitägiges Potentialassessment »tasteMINT«, der Campustag Berliner Tor sowie ein HAW-Navigator.
Mit dem Ohmoor-Gymnasium und dem Margaretha-Rothe-Gymnasium kooperiert die HAW Hamburg im Modul Aerodynamik. Zusammen mit dem Department Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau der HAW machen sich die Schülerinnen und Schüler der Profiloberstufen Gedanken über Aerodynamik und führen eigene Messungen im Windkanal durch. Am Ende der Zusammenarbeit entwickeln die Schüler dann eigene Wurfgleiter-Modelle mit fachlicher Unterstützung von Studierenden. Die besten Modelle werden in einem Flugwettbewerb prämiert.

Technische Universität Hamburg-Harburg (TUHH)

Die TUHH unterstützt auch viele Schulen im Hamburger Umland bei der MINT-Ausbildung, mit persönlichen Ansprechpartnern für jede Kooperationsschule. Darüber hinaus existieren an der TUHH umfangreiche Angebote für Schülerinnen und Schüler der verschiedensten Altersstufen (z. B. Roberta-Kurse »Mädchen erobern Computer«, Daniel-Düsentrieb-Wettbewerb, TUHH-Schülerstudium »NextLevel«). Gemeinsam mit der Messe Hamburg organisiert die TUHH das Technikforum für über 2000 Schüler/-innen auf der größten Produktionsmesse im Norden, der NORTEC. Die TUHH betreibt außerdem das DLR_School_Lab Hamburg, bei dem Experimente rund ums Fliegen durchgeführt werden. Mit dem Institut für Nachrichtentechnik ist die TUHH in Kooperation am NaT-Modul Wellen beteilig. Schüler bauen dabei im Labor des Instituts selbst eine Schaltung zur Winkelmessung mit Ultraschall. Prof. Dr. Hermann Rohling, der Leiter des Instituts, gibt den Schülern zur Vorbereitung das dazugehörige theoretische Wissen mit auf den Weg. Zusammen mit dem Marion-Dönhoff- und dem Lise-Meitner-Gymnasium arbeitet Prof. Dr. Michael Morlock von der TUHH an einem weiteren NaT-Modul zum Thema Medizintechnik. Eher abstrakte Themen wie Gleichgewicht, Spannung oder Energie können in dem Modul lebensnah dargestellt werden.

Helmut-Schmidt-Universität | Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU)

Die Helmut-Schmidt-Universität Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU) bereitet Führungskräfte für Bundeswehr, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft durch ein wissenschaftliches Studium auf die Herausforderungen in einer global vernetzten Welt vor. Besonders die Labore der HSU erlauben es, anspruchsvolle technische Studiengänge bis hin zur Promotion anzubieten. Um den wissenschaftlichen Nachwuchs in diesen Studiengängen sicher zu stellen, engagiert sich die Universität über die Initiative NaT in der MINT-Nachwuchsförderung.

HafenCity Universität Hamburg (HCU)

Die HCU engagiert sich im Bereich der MINT-Förderung, um die Zahl der Studienanfänger in Studiengängen wie Bauingenieurwesen und Geomatik zu erhöhen. Dazu hat die HCU Projektideen entwickelt, bei denen die Zusammenhänge zwischen den Schulfächern Physik, Chemie, Kunst und Geographie mit den Studiengängen Architektur, Bauingenieurwesen, Stadtplanung und Geomatik vermittelt werden. Hierfür besuchen Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer die Schulen oder die Jugendlichen kommen in die Universität, um ein Unterrichtsthema mit ingenieurwissenschaftlichen Fragestellungen zu verbinden. Gleichzeitig ist die HCU präsent am Girls Day, an Hochschulinformationstagen und beteiligt sich an Messen wie z.B. EINSTIEG. In der Initiative NaT ist die HCU mit Prof. Dr. Thomas Schramm im Modul Vermessung engagiert, das zusammen mit dem Gymnasium Lohbrügge durchgeführt wird. Die Schülerinnen und Schüler vermessen dabei mit Hilfe von modernster Lasertechnik historische Gebäude oder Straßenzüge und erstellen ein 3D-Modell, das sie virtuell erkunden können.

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