Weitere Nachrichten zum Schwerpunkt
»Lust auf MINT!«
April 2012
MINT-Förderung als Zukunftssicherung
So unterschiedlich die Ursachenanalysen, so einig ist man sich beim Problem: In Deutschland mangelt es an naturwissenschaftlich-technischem Nachwuchs, und zwar nicht nur in Hochschulen und Unternehmen, sondern auch bei den Lehrerinnen und Lehrern. Die Regierungskoalition senkt gerade die Verdienst-»Hürde« auf 44.800 Euro, um die Zuwanderung qualifizierter Kräfte zu erleichtern. Auf Ingenieuren und Naturwissenschaftlerinnen ruhten viele unserer Zukunftshoffnungen, betont auch Matthias Mayer, Leiter des Bereichs Wissenschaft der Körber-Stiftung. Und dieses sowohl bei Fragen zur Energiewende, wie auch zur Lösung von Problemen in den Bereichen Medizin, Ernährung, Mobilität, Klimawandel oder zukünftiger Kommunikationstechnologien. Wie die Körber-Stiftung über gezielte MINT-Förderung dem fehlenden Nachwuchs mit Netzwerkarbeit und guten Ideen begegnen will, erläutert Mayer im Interview. weiter
Plastik zwischen hammerhart und butterweich
Im Rahmen eines Industriepraktikums des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums hatten fünf Schülerinnen und Schüler bei dem Spezialisten für thermoplastische Kunststoffe ALBIS PLASTIC die einmalige Gelegenheit, eigenständig im Labor mit Plastik experimentieren zu können. Durch praktische Tests mit Hammer, Brenner und Säge lernten die Schülerinnen und Schüler, wie sich die Eigenschaften des Materials durch verschiedene Bestandteile, wie z.B. Glasfaser, verändern. Anschließend hatten sie die Möglichkeit, die Ergebnisse aus ihrem Industriepraktikum theoretisch auszuwerten und mit ihrem Wissen aus dem Unterricht zu verknüpfen.
Impulse zum Andersdenken
»Die Schüler müssen schon einiges für ihr Profil tun. Aber dafür bekommen sie ja auch viel geboten!« Petra Schrick ist eine der Multiplikatorinnen, die von der Arbeit der Initiative Naturwissenschaft & Technik profitiert. Die 31-Jährige ist Lehrerin für Chemie und Philosophie im Profil »Naturwissenschaften und Technik für die Zukunft« am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium.
März 2012
Kooperationen standen im Mittelpunkt
Ein Semester lang intensiv und aus verschiedenen Blickwinkeln ein Thema erforschen und als Krönung die Praxis erkunden; hinter die Kulissen von Unternehmen blicken oder in Hörsäle und Labore schnuppern. Im Mittelpunkt der diesjährigen NaT-Tagung standen die Kooperationen, die die 30 von der Initiative Nat begleiteten Schulen mit Unternehmen und Hochschulen eingehen. Eines der zentralen Themen in den naturwissenschaftlich-technischen Profilen ist »Energie«. Zum Auftakt gab Professor Dr. Michael Fröba vom Institut für Anorganische und Angewandte Chemie der Universität Hamburg Einblick in den aktuellen Forschungsstand.

MINTforum Hamburg: Darauf fliegen Kinder
Das MINTforum Hamburg, eine Initiative der Joachim Herz Stiftung, der Körber-Stiftung, der Behörde für Schule und Berufsbildung und der Nordmetall-Stiftung, will die vielfältigen MINT-Angebote in Hamburg bekannter machen und das Lernen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik fördern. Die im Netzwerk vertretenen Partner aus Schule, Hochschule, Behörden, Unternehmen und Stiftungen haben einiges zu bieten. Aktuelles Beispiel: Die Vorlesungsreihe »Technik für Kinder. Faszination Fliegen«, gemeinsam entwickelt vom Luftfahrtcluster Metropolregion Hamburg und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Am 7. März war Kerstin Felser, 38-jährige Lufthansa-Pilotin des größten Verkehrsflugzeuges der Welt, die Hauptperson in der Veranstaltung »Warum sitzen immer zwei Piloten im Cockpit?«. weiter
Wenn Philosophie und Physik verschmelzen
Wissenschaftstheorie und Philosophie scheinen auf den ersten Blick wenig mit Physik zu tun zu haben. Doch sie sind ein elementarer Teil des Forschungsprozesses, wie die Schülerinnen und Schüler der Profiloberstufe Physik und Philosophie des Gymnasiums Grootmoor bei ihrer Exkursion zu der Job Thermobulbs GmbH, dem Weltmarktführer für thermische Auslöseelemente bei Sprinkleranlagen, in Ahrensburg herausfanden. Denn am Anfang jeder Innovation oder Produktverbesserung steht die philosophische Erkenntnisgewinnung über Fortschritt, Nutzen und Ethik des Produktes. Vor allem die Wirtschaft ist daran interessiert: »Es ist nicht nur ein Problem, das den Forschungsprozess voranbringt, das kann auch ein schlichter Auftrag vom Kunden sein«, so die Erkenntnis einer Schülerin.
Zwischen Bruchlandung und Höhenflug
Im Rahmen des Moduls »Aerodynamik und die Kunst des Fliegens« nehmen die Schülerinnen und Schüler des Oberstufenprofils Physik der Gymnasien Ohmoor und dem Margaretha-Rothe-Gymnasium an einem Projekt des Departments Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) teil. Mit Hilfe mathematischer und physikalischer Berechnungen sollen die Schülerinnen flugfähige Modellflugzeuge bauen und so lernen, wie wichtig Physik und Mathematik im realen Leben sind. »Physik verstehen, daraus Gesetze ableiten und schließlich ein Produkt mit ganz bestimmten Eigenschaften entwerfen, das macht der Ingenieur und das ist auch unser Ansatz hier in diesem Projekt«, sagt der beteiligte Aerodynamiker Prof. Dr. Detlef Schulze.
Februar 2012
Stadt der jungen Forscher 2013: Jena und Rostock im Rennen um den Titel
Als »Stadt der jungen Forscher« würdigen die Körber-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung und die Deutsche Telekom Stiftung Städte, die in vorbildlicher Weise Jugendliche für Wissenschaft begeistern und dieses Engagement gemeinsam mit Schulen, Hochschulen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen vor Ort intensivieren möchten. In diesem Jahr sind es die Bewerber Jena und Rostock, die ihre Konzepte einer Fachjury vorstellen werden. Die Jury tagt am 27. März 2012 in Bonn. Noch am selben Abend erfahren die Bewerber, wer das Rennen gemacht hat und »Stadt der jungen Forscher 2013« wird.
Wissenschaft im neuen Blick: Pointing Science
Am 21. Februar startete im KörberForum die neue Veranstaltungsreihe »Pointing Science«, in der das Publikum gemeinsam mit Wissenschaftlern, Künstlern und Philosophen aktuelle Zukunftsszenarien von Wissenschaft und Technik erkundet. Das Besondere: Einen Moderator, der inhaltlich durch den Abend führt, gibt es nicht. weiter
Wenn Spaß zum Erfolg führt
Irina Smirnova, die jüngste Professorin der Ingenieurswissenschaften in Deutschland und Leiterin des Instituts für Thermische Verfahrenstechnik an der TUHH, hat zum zweiten Mal am Speed-Dating der Initiative NaT am 06. Februar teilgenommen.Wir sprachen mit ihr über die Zukunftsperspektiven ihres Fachgebietes und den Unterschied zwischen Industrie und Universität.
Sieben wissenschaftliche Blind-Dates
Beim wissenschaftlichen Speed-Dating am 06. Februar zwischen Schülerinnen und Schülern und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus fünf verschiedenen Hamburger Hochschulen wurden nicht nur die verschiedenen Fachbereiche der Dozenten vorgestellt, sondern auch die konkreten Forschungsthemen und deren Anwendung auf den Alltag beleuchtet. Wir haben uns von insgesamt 15 Speed-Dates sieben näher angeschaut und berichten – wie es sich bei Speed-Dates gehört – in Kurzfassung.
Zu den Kurzberichten (PDF)
Speed-Dating der Initiative NaT: Experimente mit dem Unbekannten
Am 6. Februar hatten Schülerinnen und Schüler mit naturwissenschaftlich-technischem Oberstufenprofil die Möglichkeit, beim Speed-Dating der Initiative NaT mit Wissenschaftlern aus insgesamt 15 verschiedenen Fachgebieten zu sprechen und sich über die Studienmöglichkeiten in den MINT-Fächern zu informieren. »Das eigentlich Spannende an der Wissenschaft ist die Beschäftigung mit dem Unbekannten«, sagte der Dekan der MIN-Fakultät der Universität Hamburg, Prof. Dr. Heinrich Graener, im Gespräch mit den Schülern. Wissenschaft sei nicht wie in der Schule: Eine These müsse sich nicht immer im Experiment bestätigen.

Lust auf MINT: Zweites Speed-Dating der Initiative NaT
Am 06. Februar fand das zweite Speed-Dating der Initiative NaT im Geomatikum der Universität Hamburg statt. Oberstufenschülerinnen und -schüler mit naturwissenschaftlich-technischem Schwerpunkt hatten dort die Möglichkeit, sich mit Professoren und Ingenieuren über die aktuellen Themen der Naturwissenschaften auszutauschen. So erklärte zum Beispiel Prof. Dr.-Ing. Irina Smirnova von der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) den Weg vom Reststoff zum Biokraftstoff – in 30 Minuten. Weitere Themen waren u.a. Experimente rund um den Urknall und Miniatur-Fertigungstechnik.
Januar 2012
Tanken wir in Zukunft alle Stroh?
Nicht erst seit der Einführung des Biokraftstoffes E10 steht die Erzeugung von Sprit aus Biomasse in der Kritik. Gegner befürchten eine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Am 31. Januar stellte sich der Chemiker Ferdi Schüth vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung im KörberForum den Fragen von Martin Meister und berichtete von seiner Vision, in Zukunft aus pflanzlichen Abfälle Treibstoff zu erzeugen.

Forscher fragen: Sprit aus Biomasse
Die Idee, aus Biomasse Kraftstoffe herzustellen, ist faszinierend und umstritten zugleich. Werden Landwirte künftig lieber Biobenzin statt Nahrungsmittel produzieren? Welche Folgen hätte das für die armen Länder dieser Welt? Welche Weichenstellungen müssen wir heute vornehmen, um bei steigendem Energiebedarf in den nächsten Jahrzehnten die Emission von Kohlendioxid zu reduzieren? Der Chemiker Ferdi Schüth, Direktor des Max-Planck-Instituts für Kohleforschung in Mülheim/Ruhr, forscht unter anderem an einem Verfahren, um aus Holzabfällen und Stroh den gasförmigen Treibstoff Dimethylether (DME) zu gewinnen. Martin Meister, Chefredakteur GEO International, spricht mit ihm über seine Vision einer »Grünen Chemie« und das Potential der Wissenschaft. In Kooperation mit DRadio Wissen.
»Alle Schüler waren sehr motiviert«
Matthias Kronauge und Joachim Wilharm konzipierten das Projektpraktikum im Rahmen des NaT-Moduls »Wellen« und arbeiteten drei Tage mit den Jugendlichen des Friedrich-Ebert-Gymnasiums zusammen. Wir sprachen mit den beiden über ihre Arbeit als Praktikumsbetreuer, die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler sowie ihren eigenen wissenschaftlichen Werdegang. Die Doktoranden der Technischen Universität Hamburg-Harburg zeigten sich im Interview beeindruckt von der hohen Motivation und dem Wissen der Gymnasiasten. »Das Niveau der Schüler fand ich sehr gut. Vor allem von der Qualität der Präsentationen war ich schwer beeindruckt,« resümiert Matthias Kronauge.
50.000 Euro für wissenschaftliche Schülerprojekte
Die Sieger des Karlsruher Förderwettbewerbs »Stadt der jungen Forscher« zum Thema »Kommunikation@Karlsruhe« stehen fest. Eine Jury aus Stiftungs- und Stadtvertretern wählte 25 Schul-Wissenschafts-Projekte mit einem Fördervolumen von 50.000 Euro aus. Die Ideenvielfalt der jungen Forscher reicht von Roboterkommunikation, der Entwicklung eines High-Tech-Blindenstocks, Kryptographie, alternativer Methoden der Mensch-Maschine-Kommunikation bis zur klassenweiten Analyse von Facebook-Kontakten. weiter


















































