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»Lust auf MINT!«

April 2012

Foto: Körber-Stiftung / David Ausserhoferzoom
Matthias Mayer

MINT-Förderung als Zukunftssicherung

So unterschiedlich die Ursachenanalysen, so einig ist man sich beim Problem: In Deutschland mangelt es an naturwissenschaftlich-technischem Nachwuchs, und zwar nicht nur in Hochschulen und Unternehmen, sondern auch bei den Lehrerinnen und Lehrern. Die Regierungskoalition senkt gerade die Verdienst-»Hürde« auf 44.800 Euro, um die Zuwanderung qualifizierter Kräfte zu erleichtern. Auf Ingenieuren und Naturwissenschaftlerinnen ruhten viele unserer Zukunftshoffnungen, betont auch Matthias Mayer, Leiter des Bereichs Wissenschaft der Körber-Stiftung. Und dieses sowohl bei Fragen zur Energiewende, wie auch zur Lösung von Problemen in den Bereichen Medizin, Ernährung, Mobilität, Klimawandel oder zukünftiger Kommunikationstechnologien. Wie die Körber-Stiftung über gezielte MINT-Förderung dem fehlenden Nachwuchs mit Netzwerkarbeit und guten Ideen begegnen will, erläutert Mayer im Interview. weiter

Foto: Initiative NaTzoom

Plastik zwischen hammerhart und butterweich

Im Rahmen eines In­dus­trie­prak­ti­kums des Alexander-von-Humboldt-Gym­na­si­ums hatten fünf Schü­lerinnen und Schü­ler bei dem Spe­zi­al­is­ten für ther­mo­plasti­sche Kunst­stoffe ALBIS PLASTIC die ein­malige Ge­le­gen­heit, eigen­ständig im Labor mit Plastik experi­mentieren zu können. Durch praktische Tests mit Hammer, Brenner und Säge lernten die Schülerinnen und Schüler, wie sich die Eigen­schaften des Materials durch verschiedene Bestand­teile, wie z.B. Glasfaser, verändern. Anschließend hatten sie die Möglichkeit, die Ergebnisse aus ihrem Industrie­praktikum theoretisch auszuwerten und mit ihrem Wissen aus dem Unterricht zu verknüpfen.

Bericht

Foto: Thomas Rokoszoom
Petra Schrick

Impulse zum Andersdenken

»Die Schü­ler müssen schon ei­ni­ges für ihr Pro­fil tun. Aber dafür be­kommen sie ja auch viel ge­bo­ten!« Petra Schrick ist eine der Multi­pli­ka­to­rinnen, die von der Ar­beit der Initiative Natur­wissen­schaft & Technik profitiert. Die 31-Jährige ist Lehrerin für Chemie und Philosophie im Profil »Natur­wissen­schaften und Technik für die Zukunft« am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium.

Zum Interview

März 2012

Foto: Thomas Rokos / Initiative NaTzoom

Kooperationen standen im Mittelpunkt

Ein Se­mes­ter lang in­ten­siv und aus ver­schie­de­nen Blick­win­keln ein The­ma er­for­schen und als Krö­nung die Pra­xis er­kun­den; hinter die Ku­lissen von Unter­nehmen blicken oder in Hörsäle und Labore schnuppern. Im Mittel­punkt der dies­jährigen NaT-Tagung standen die Kooperationen, die die 30 von der Initiative Nat begleiteten Schulen mit Unternehmen und Hochschulen eingehen. Eines der zentralen Themen in den naturwissenschaftlich-technischen Profilen ist »Energie«. Zum Auftakt gab Professor Dr. Michael Fröba vom Institut für Anorganische und Angewandte Chemie der Universität Hamburg Einblick in den aktuellen Forschungsstand.

Bericht

Foto: Sonja Brüggemann / Lufthansa Technik

MINTforum Hamburg: Darauf fliegen Kinder

Das MINT­forum Ham­burg, eine Ini­ti­a­ti­ve der Joachim Herz Stiftung, der Körber-Stiftung, der Be­hör­de für Schu­le und Be­rufs­bil­dung und der Nord­metall-Stiftung, will die viel­fäl­ti­gen MINT-An­ge­bo­te in Ham­burg bekannter machen und das Lernen in Mathematik, Informatik, Natur­wissen­schaft und Technik fördern. Die im Netzwerk vertretenen Partner aus Schule, Hochschule, Behörden, Unter­nehmen und Stiftungen haben einiges zu bieten. Aktuelles Beispiel: Die Vorlesungs­reihe »Technik für Kinder. Faszination Fliegen«, gemeinsam entwickelt vom Luftfahrt­cluster Metropol­region Hamburg und der Hochschule für Ange­wandte Wissen­schaften Hamburg. Am 7. März war Kerstin Felser, 38-jährige Lufthansa-Pilotin des größten Verkehrs­flugzeuges der Welt, die Haupt­person in der Veranstaltung »Warum sitzen immer zwei Piloten im Cockpit?«. weiter

Foto: Initiative Naturwissenschaft & Technikzoom

Wenn Philosophie und Physik verschmelzen

Wissen­schafts­theorie und Phi­lo­so­phie schei­nen auf den ers­ten Blick wenig mit Physik zu tun zu haben. Doch sie sind ein ele­men­ta­rer Teil des For­schungs­pro­zesses, wie die Schü­lerinnen und Schü­ler der Pro­fil­o­ber­stufe Physik und Philo­sophie des Gym­nasiums Grootmoor bei ihrer Exkursion zu der Job Thermobulbs GmbH, dem Weltmarkt­führer für thermische Auslöse­elemente bei Sprinkleranlagen, in Ahrensburg herausfanden. Denn am Anfang jeder Innovation oder Produktverbesserung steht die philosophische Erkenntnis­gewinnung über Fortschritt, Nutzen und Ethik des Produktes. Vor allem die Wirtschaft ist daran interessiert: »Es ist nicht nur ein Problem, das den Forschungsprozess voranbringt, das kann auch ein schlichter Auftrag vom Kunden sein«, so die Erkenntnis einer Schülerin.

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Foto: Initiative Naturwissenschaft & Technikzoom

Zwischen Bruchlandung und Höhenflug

Im Rah­men des Mo­duls »Aero­dy­na­mik und die Kunst des Flie­gens« neh­men die Schü­lerin­nen und Schüler des Ober­stu­fen­pro­fils Physik der Gym­na­sien Ohmoor und dem Mar­ga­re­tha-Rothe-Gym­na­sium an einem Pro­jekt des Depart­ments Fahrzeug­technik und Flug­zeug­bau an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) teil. Mit Hilfe mathematischer und physikalischer Berechnungen sollen die Schülerinnen flugfähige Modellflugzeuge bauen und so lernen, wie wichtig Physik und Mathematik im realen Leben sind. »Physik verstehen, daraus Gesetze ableiten und schließlich ein Produkt mit ganz bestimmten Eigenschaften entwerfen, das macht der Ingenieur und das ist auch unser Ansatz hier in diesem Projekt«, sagt der beteiligte Aerodynamiker Prof. Dr. Detlef Schulze.

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Februar 2012

Foto: Körber-Stiftungzoom

Stadt der jungen Forscher 2013: Jena und Rostock im Rennen um den Titel

Als »Stadt der jungen Forscher« würdigen die Körber-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung und die Deutsche Telekom Stiftung Städte, die in vor­bild­licher Weise Jugend­liche für Wissen­schaft be­geistern und dieses Enga­gement gemein­sam mit Schulen, Hoch­schulen, wissen­schaft­lichen Ein­richtungen und Unter­nehmen vor Ort inten­si­vie­ren möchten. In diesem Jahr sind es die Bewerber Jena und Rostock, die ihre Konzepte einer Fachjury vorstellen werden. Die Jury tagt am 27. März 2012 in Bonn. Noch am selben Abend erfahren die Bewerber, wer das Rennen gemacht hat und »Stadt der jungen Forscher 2013« wird.

Zur Pressemitteilung

Wissenschaft im neuen Blick: Pointing Science

zoom
Foto: TechnoSapiens.us

Am 21. Fe­bru­ar star­tete im Körber­Forum die neue Ver­an­stal­tungs­reihe »Pointing Science«, in der das Pu­bli­kum ge­mein­sam mit Wissen­schaft­lern, Künst­lern und Phi­lo­so­phen ak­tu­elle Zu­kunfts­sze­na­rien von Wissen­schaft und Tech­nik erkundet. Das Besondere: Einen Moderator, der inhaltlich durch den Abend führt, gibt es nicht. weiter

Video-Mitschnitt der Veranstaltung

Foto: Thomas Rokos / Initiative NaTzoom
Irina Smirnova

Wenn Spaß zum Erfolg führt

Irina Smirnova, die jüngste Pro­fesso­rin der Inge­nieurs­wissen­schaften in Deutsch­land und Lei­terin des Insti­tuts für Ther­mische Ver­fahrens­technik an der TUHH, hat zum zweiten Mal am Speed-Dating der Initiative NaT am 06. Februar teil­ge­nommen.Wir sprachen mit ihr über die Zu­kunfts­per­spek­tiven ihres Fach­gebietes und den Unter­schied zwischen Industrie und Universität.

Zum Interview

Foto: Thomas Rokos / Initiative Naturwissenschaft & Technikzoom

Sieben wissenschaftliche Blind-Dates

Beim wissen­schaft­lichen Speed-Dating am 06. Fe­bruar zwischen Schüler­innen und Schülern und Wissen­schaft­lerinnen und Wissen­schaft­lern aus fünf ver­schie­de­nen Ham­burger Hoch­schulen wurden nicht nur die ver­schie­denen Fach­be­reiche der Do­zen­ten vor­ge­stellt, sondern auch die konkreten Forschungs­themen und deren Anwendung auf den Alltag beleuchtet. Wir haben uns von insgesamt 15 Speed-Dates sieben näher angeschaut und berichten – wie es sich bei Speed-Dates gehört – in Kurzfassung.

Zu den Kurzberichten (PDF)

Foto: Thomas Rokos / Initiative NaTzoom

Speed-Dating der Initiative NaT: Experimente mit dem Unbekannten

Am 6. Februar hatten Schülerinnen und Schüler mit naturwissenschaftlich-technischem Oberstufenprofil die Möglichkeit, beim Speed-Dating der Initiative NaT mit Wissenschaftlern aus insgesamt 15 verschiedenen Fachgebieten zu sprechen und sich über die Studienmöglichkeiten in den MINT-Fächern zu informieren. »Das eigentlich Spannende an der Wissenschaft ist die Beschäftigung mit dem Unbekannten«, sagte der Dekan der MIN-Fakultät der Universität Hamburg, Prof. Dr. Heinrich Graener, im Gespräch mit den Schülern. Wissenschaft sei nicht wie in der Schule: Eine These müsse sich nicht immer im Experiment bestätigen.

Bericht

Foto: Initiative Naturwissenschaft & Technik

Lust auf MINT: Zweites Speed-Dating der Initiative NaT

Am 06. Februar fand das zwei­te Speed-Dating der Ini­tia­tive NaT im Geo­ma­ti­kum der Uni­ver­si­tät Ham­burg statt. Ober­stu­fen­schü­le­rinnen und -schüler mit na­tur­wissen­schaft­lich-tech­ni­schem Schwer­punkt hatten dort die Möglichkeit, sich mit Professoren und Ingenieuren über die aktuellen Themen der Natur­wissen­schaften auszutauschen. So erklärte zum Beispiel Prof. Dr.-Ing. Irina Smirnova von der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) den Weg vom Reststoff zum Biokraftstoff – in 30 Minuten. Weitere Themen waren u.a. Experimente rund um den Urknall und Miniatur-Fertigungstechnik.

Weitere Informationen

Januar 2012

Foto: Andreas Teichmann, © RWE Innogyzoom

Tanken wir in Zukunft alle Stroh?

Nicht erst seit der Ein­führung des Bio­kraft­stoffes E10 steht die Er­zeu­gung von Sprit aus Bio­masse in der Kri­tik. Geg­ner be­fürch­ten eine Kon­kur­renz zur Nah­rungs­mittel­pro­duk­tion. Am 31. Januar stellte sich der Chemiker Ferdi Schüth vom Max-Planck-Institut für Kohlen­forschung im KörberForum den Fragen von Martin Meister und berichtete von seiner Vision, in Zukunft aus pflanzlichen Abfälle Treibstoff zu erzeugen.

Bericht, Podcast und Video

Ferdi Schüth

Forscher fragen: Sprit aus Biomasse

Die Idee, aus Bio­mas­se Kraft­stof­fe her­zu­stel­len, ist fas­zi­nie­rend und um­strit­ten zu­gleich. Wer­den Land­wir­te künf­tig lie­ber Bio­ben­zin statt Nah­rungs­mit­tel pro­du­zie­ren? Wel­che Fol­gen hätte das für die armen Länder dieser Welt? Welche Weichenstellungen müssen wir heute vornehmen, um bei steigendem Energiebedarf in den nächsten Jahrzehnten die Emission von Kohlendioxid zu reduzieren? Der Chemiker Ferdi Schüth, Direktor des Max-Planck-Instituts für Kohleforschung in Mülheim/Ruhr, forscht unter anderem an einem Verfahren, um aus Holzabfällen und Stroh den gasförmigen Treibstoff Dimethylether (DME) zu gewinnen. Martin Meister, Chefredakteur GEO International, spricht mit ihm über seine Vision einer »Grünen Chemie« und das Potential der Wissenschaft. In Kooperation mit DRadio Wissen.

Zur Veranstaltung

Foto: Initiative Naturwissenschaft & Technikzoom

»Alle Schüler waren sehr motiviert«

Matthias Kronauge und Joachim Wilharm kon­zi­pier­ten das Pro­jekt­prak­ti­kum im Rah­men des NaT-Mo­duls »Wellen« und ar­bei­te­ten drei Ta­ge mit den Ju­gend­lichen des Fried­rich-Ebert-Gym­na­si­ums zu­sam­men. Wir sprachen mit den beiden über ihre Arbeit als Praktikumsbetreuer, die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler sowie ihren eigenen wissenschaftlichen Werdegang. Die Doktoranden der Technischen Universität Hamburg-Harburg zeigten sich im Interview beeindruckt von der hohen Motivation und dem Wissen der Gymnasiasten. »Das Niveau der Schüler fand ich sehr gut. Vor allem von der Qualität der Präsentationen war ich schwer beeindruckt,« resümiert Matthias Kronauge.

Zum Interview

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Foto: Till Schürmann

50.000 Euro für wissenschaftliche Schülerprojekte

Die Sieger des Karlsruher Förderwettbewerbs »Stadt der jungen Forscher« zum Thema »Kommunikation@Karlsruhe« stehen fest. Eine Jury aus Stiftungs- und Stadtvertretern wählte 25 Schul-Wissenschafts-Projekte mit einem Fördervolumen von 50.000 Euro aus. Die Ideenvielfalt der jungen Forscher reicht von Roboterkommunikation, der Entwicklung eines High-Tech-Blindenstocks, Kryptographie, alternativer Methoden der Mensch-Maschine-Kommunikation bis zur klassenweiten Analyse von Facebook-Kontakten. weiter

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