+
2 × hören
  • David Stromberg, Martina Taubenberger<br />(Foto: Körber-Stiftung /<br />Claudia Höhne)

  • - Meldung

    2 × hören: Keine Angst vor Lachenmann

    Was ist ein Klang, was ein Geräusch? Unter welchen energetischen Bedingungen wird Schall erzeugt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der 1935 in Stuttgart geborene Komponist Helmut Lachenmann zeitlebens. Er ist eine Schlüsselfigur des musikalischen Modernismus.

     So ist er auch ein verehrter »Störenfried«. Kompromisslos stellt er sich allzu eingefahrenen Hörgewohnheiten seines Publikums in den Weg. Die Wahrnehmung des ästhetisch Schönen hinterfragt er radikal. So auch in seinem 1970 uraufgeführten Solostück für Violoncello »Pression«. Er beschreibt das Stück als ein Angebot an den Hörer, »anders zu hören und seine Hörgewohnheiten und die dahinter verborgenen ästhetischen Tabus anhand einer charakteristischen Provokation bewusst zu machen und zu überprüfen«. Zusammen mit dem Hamburger Cellisten David Stromberg lud Martina Taubenberger in der Reihe »2 × hören« ihr Publikum am 9. Oktober zu diesem Hörexperiment ein.

    Video


    to top