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    #30PostSovietYears – und was sagt die Jugend?

    Am 8. Dezember 2021 jährt sich das Ende der Sowjetunion zum dreißigsten Mal. Inwieweit betrifft das heute noch die jüngere Nachwendegeneration? Diese Frage verfolgt die Körber-Stiftung mit Partnern im Rahmen der Initiative #30PostSovietYears.

    »Ich bin in der Oberlausitz aufgewachsen, an der Grenze zu Tschechien und Polen. Die sozialistische Vergangenheit ist für viele hier noch sehr präsent. Obwohl die jungen Menschen diese Zeit nicht miterlebt haben, wirkt sie weiter und beeinflusst uns bis heute.« (Hanna, 20)

    Am 8. Dezember 2021 jährt sich das Ende der Sowjetunion zum dreißigsten Mal. Bis heute zeigen sich die Spätfolgen des Zerfalls des größten sozialistischen Staates auf der politischen Landkarte und im Kräftegefüge der Weltpolitik. Aber auch im Leben von Millionen von Menschen hatte das Ende des Imperiums häufig dramatische persönliche Folgen. Inwieweit betrifft das heute noch die jüngere Nachwendegeneration? Diese Frage verfolgt die Körber-Stiftung mit Partnern im Rahmen der Initiative #30PostSovietYears. Unter diesem Dach widmen sich zahlreiche Veranstaltungen der Zäsur 1991 und nehmen unterschiedliche Perspektiven auf die Umbruchsjahre sowie die Zeit danach ins Visier. 

    Die Körber-Stiftung bringt dabei, zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Moskau und dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS), in einem digitalen Jugendprogramm Perspektiven der jüngeren Generation ein. 20 junge Erwachsene aus 14 Ländern des postsowjetischen und postsozialistischen Raums starten diese Woche eine gemeinsame Spurensuche. Unter dem Titel »#30PostSovietYears: Phantom Pasts or Everyday Present?« vergleichen sie ihre persönlichen Erfahrungen aus Sibirien über Kirgistan bis nach Serbien, Polen oder Deutschland und diskutieren, wo die sowjetische bzw. sozialistische Vergangenheit auch für sie noch relevant ist, obwohl sie diese Zeit nicht mehr miterlebt haben.

    Ausgestattet mit einer Kamera, einem Mikrofon und den eigenen Sinnen fangen die 18-24-Jährigen Objekte und persönliche Geschichten ein und zeigen in Urban-Street-Photography-Exponaten ihren persönlichen Blick auf das sowjetische bzw. sozialistische Erbe in ihren Ländern.  Eine digitale Ausstellung mit ihren Ergebnissen eröffnen wir ab November auf dem EUSTORY History Campus. Mehr Informationen zum Programm gibt es hier.

    Bis dahin empfehlen wir einen Blick auf weitere einschlägige Veranstaltungen der Initiative #30PostSovietYears.


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