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»68 Pop und Protest«

50 Jahre ist die Studentenrevolution her: Was wagten Künstlerinnen und Künstler damals und was hat sich seitdem in Musik, Theater, Film und Kunst verändert? Mit vier Veranstaltungen begleitet die Körber-Stiftung die Ausstellung »68 Pop und Protest« im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg und blickt mit Gästen auf die 68er in den Künsten.

Sie forderten Freiheit, Gleichberechtigung und Nonkonformismus. Das Alte sollte überwunden werden, das Neue im Zeichen der eigenen Rechte und individuellen Freiheit stehen. Die Studentenbewegung, die 1968 in Deutschland und anderen Ländern ihren Höhepunkt erreichte, hat einen grundlegenden Wertwandel ausgelöst, der die heutige Gesellschaft tief geprägt hat. Theater, Film, Musik und Kunst wurden dabei zum Ausdruck und Antrieb des Protests – wie auch zu deren Reflexion. Dadurch feierten etliche künstlerische Innovationen ihre Geburtsstunde im Zuge der 68er.

Ein halbes Jahrhundert später wecken Verse wie »Unter den Talaren der Muff von 1000 Jahren« eine eigentümliche Nostalgie. Was einst als Medium für gesellschaftlichen Umbruch genutzt wurde, wird heute als Pionierleistung für neue Ästhetiken angesehen – egal ob auf der Bühne, der Leinwand oder im Radio. Doch wie genau und wie tief haben die Jahre der Aufruhr um 1968 die Künste verändert? Was ist bis heute davon erlebbar? Und wie veränderte ’68 die Künstlerinnen und Künstler?

Als Begleitprogramm zur Ausstellung »68 Pop und Protest« im MKG Hamburg realisiert die Körber-Stiftung gemeinsam mit dem Museum und dem Metropolis Kino vier Veranstaltungen, die mit zahlreichen Gästen und künstlerischen Einblicken diesen Fragen nachgehen:

-    »Revolte im Theater - was von '68 bleibt« – Gespräch mit der Schauspielerin Elisabeth Schwarz, dem Regisseur und ehemaligen Schauspielhaus-Intendanten Niels-Peter Rudolph, der Theaterforscherin Barbara Müller-Wesemann und Regisseur Gernot Grünewald. Moderation: Catarina Felixmüller.
Am 22.10.2018 um 19 Uhr im KörberForum. Zur Veranstaltung

-    »Der Sound der 68er« – Gespräch mit den Musikern Achim Reichel und Renate Knaup, Konzertveranstalter Karsten Jahnke und dem Journalist Michael Pilz. Moderation: Johannes Waechter.
Am 25.10.2018, 19 Uhr im MKG Hamburg. Zur Veranstaltung

-    »68: Pop & Protest – Experiment!« – Zwei Kurzfilmabende im Metropolis Kino in Zusammenarbeit der Kurzfilmagentur Hamburg kuratiert von Anja Ellenberger (Kunst- & Filmhistorikerin).
Am 30.10.2018 um 19 Uhr – Zur Veranstaltung
Am 13.11.2018 um 19 Uhr – Zur Veranstaltung
Tickets können online auf der Webseite des Metropolis Kino oder an der Abendkasse vor Ort gekauft werden.

Im Vorfeld zum Begleitprogramm erläutert die Kunst- und Filmhistorikerin Anja Ellenberger im Interview, welcher künstlerische Zeitgeist die 68er insbesondere im Film prägte und was davon bis heute wahrzunehmen ist.

Die Ausstellung »68 Pop und Protest« des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg feiert am 18. Oktober 2018 Vernissage. Rund 200 ausgewählte Objekte der bildenden wie angewandten Kunst aus den Sammlungen des MKG erzählen von Menschen, Ereignissen und Gefühlen aus Hamburg, Deutschland und der Welt im Jahre 1968. Mehr Informationen unter www.mkg-hamburg.de.


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