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Meldung

Barock-Oper »Orpheus«: Premiere auf der Bühne der »opera stabile«

Am 8. Juli feierte die Produktion des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Hamburg mit der Barock-Oper »Orpheus« von Georg Philipp Telemann Premiere.

Der Orpheus-Mythos wird bei Telemann zur rachsüchtigen Dreiecksgeschichte. Zwischen Orpheus und Eurydike stellt sich Königin Orasia. In ihrer Liebe zurückgewiesen, tötet sie Eurydike, vernichtet den Geliebten und geht zuletzt selbst ins Schattenreich. Was bleibt, ist die zerstörerische Kraft der Liebe und das Feuer der Leidenschaft, das am Ende alle verbrennt.

In den 1720er Jahren machte Telemann das Gänsemarkt-Theater durch die Vereinigung der europäischen Nationalstile zur deutschen Opernmetropole und experimentierte mit dieser Verbindung auch in seinem Werk. Fast 300 Jahre später ist der Mythos nun wiederum als Experiment in Hamburg zu sehen, inszeniert von den jungen Regisseurinnen Franziska Kronfoth und Julia Lwowski, die in ihren Arbeiten nach einem grenz- und genreübergreifenden Musiktheater streben. Die musikalische Leitung hat Volker Krafft.

In Kooperation mit der Hamburgischen Staatsoper unterstützt die Körber-Stiftung seit 1994 mit dem internationalen Opernstudio die Ausbildung hochbegabter Sängerinnen und Sänger. In einem zweijährigen Stipendium haben sie nach abgeschlossenem Studium die Möglichkeit sich in einem »training on the job« auf das international Niveau großer Opernhäuser vorzubereiten.

Die Produktion ist Teil des neuen Programms »opera stabile – a living lab «, das seit der Spielzeit 15/16 in Kooperation mit der Körber-Stiftung und weiteren Partnern gestartet ist.  Die opera stabile, die Studiobühne der Staatsoper, wird zum »lebendigen Laboratorium«, Experimentierfeld für Nachwuchskünstler und zeitgenössisches Musiktheater, das Oper als Ort des gesellschaftlichen Austauschs begreift.

Karten und weitere Informationen
Fotos, Videos und Interviews zur Produktion gibt es im Blog der Staatsoper Hamburg


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