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Meldung

Countdown für DATAPOLITICS auf dem Kampnagel-Festival

Das Internationale Sommerfestival auf Kampnagel mit seinem Schwerpunkt DATAPOLITICS ist beendet. In Kooperation mit der Körber-Stiftung, die sich für digitale Mündigkeit engagiert, ging es in Vorträgen, Workshops und animierten GIFs um Strategien und Basics digitaler Selbstermächtigung.

Mit animierten GIFs begleiten sechs Stipendiaten der Sommerresidenz im Internet unter gif.ag das Festival. Im Kampnagel-Foyer sind ihre Eindrücke auf einer animierten Bilderwand zu sehen. Diese Installation, die auch als Arbeitsort für die Stipendiaten dient, wurde von drei Studierenden der HAW entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Körber-Stiftung vergibt das Sommerfestival bereits zum fünften Mal Aufenthaltsstipendien an junge Studierende der Kunst- und Kultur- und Theaterwissenschaft. Über Ihre Erfahrungen bei der Sommerresidenz berichten Anna Fröhlicher und Jan-Philipp Stange (beide ehemalige Teilnehmer des Körber Studio Junge Regie) im TIDE-Radio-Interview.

Julia André, bei der Körber-Stiftung zuständig für das Fokusthema Digitale Mündigkeit, moderierte eine Podiumsdiskussion zum Thema »Die digitale Stadt gehört uns allen« mit Theresa Grotendorst (Jugend hackt), Christian Heise (Open Knowledge Foundation) und Eike Richter (Leitstelle Digitale Stadt). Mit der zunehmenden Digitalisierung und veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen wie dem Hamburger Transparenzgesetz sind immer mehr Daten öffentlich zugänglich. Das macht politisches Handeln transparenter und eröffnet Bürgerinnen und Bürgern neue Beteiligungschancen. Wie die sinnvoll genutzt werden können, ist allerdings noch keineswegs klar. Es braucht, so das Fazit der Gesprächsrunde, mehr Experimentierräume in der Stadt, um neue Formen der Kooperation zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu erproben und weiter zu entwickeln.

Auch an den Workshops zum Festivalschwerpunkt nahmen die Stipendiaten teil. So konnte man in einem Workshop mit dem Verein »Fabulous St.Pauli« auch als Nicht-Experte ein funktionstüchtige Mobiltelefone herstellen, mit dem Konzept- und Medienkünstler Aram Bartholl erfahren, wie digitale Spuren von Smartphones verwischt werden können oder einen feministischen Wikipedia-Editier-Workshop mit Saskia Ehlers (Women Wikipedia Design) besuchen. Das Projekt A/D/A hatte abschließend dazu eingeladen, mit internationalen Künstlern Strategien zum Umgang mit Überwachung in der digitalen Stadt zu entwickeln.

Audio der Diskussion
»Die digitale Stadt gehört uns allen« vom 20.08.2016


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