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Meldung

Digitale Mündigkeit: Endlich vom Reden ins Handeln kommen

Im Interview mit dem philosophischen Wirtschaftsmagazin agora 42 stellt Julia André, die bei der Körber-Stiftung das Fokusthema »Digitale Mündigkeit« leitet, klar: »Es wird bei der Frage, über welche Fähigkeiten wir in einer zunehmend digitalisierten Welt verfügen müssen, viel zu viel geredet, anstatt in der Praxis neue Wege zu erproben.«

»Wir müssen endlich vom Reden ins Handeln kommen – auch wenn wir noch nicht auf alle Fragen endgültige Antworten wissen«, bekräftigt Julia André. »In Zeiten von Populismus, Filterblasen und alternativen Fakten brauchen wir mehr denn je mündige Bürgerinnen und Bürger – die Frage ist, über welche Fähigkeiten die in einer zunehmend digitalisierten, vernetzten Welt verfügen müssen. Dieser Frage müssen wir uns als Gesellschaft stellen. Mein Eindruck ist, dass noch lange nicht alle politischen Entscheidungsträger die Tragweite der digitalen Transformation wirklich erfasst haben und das muss sich ändern. In vielen Feldern verfügen zivilgesellschaftliche Akteure übrigens über einen erheblichen Wissensvorsprung – die Politik täte gut daran, darauf stärker zuzugreifen.«

Julia André ist überzeugt, dass ein grundlegendes Verständnis digitaler Technologien – ihrer technischen Funktionsweisen genauso wie ihrer sozialen und ethischen Dimension – auf jeden Fall dazu gehört. Deshalb ermöglicht die Körber-Stiftung beispielsweise im Rahmen der Code Week oder der Einführung des Minicomputers Calliope in Hamburg Angebote für Kinder und Jugendliche, sich im spielerisch-kreativen Umgang mit Hard- und Software auszuprobieren.

Zum Artikel in der Ausgabe 02/2017 des philosophischen Wirtschaftsmagazins agora 42 (PDF)


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