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Meldung

Globale Anarchie der Hochschulbildung

In vielen Ländern findet keine strategische Differenzierung der Hochschulbildung statt, so die von der Körber-Stiftung in Auftrag gegebene Studie »Responding to Massification. Differentiation in Postsecondary Education Worldwide«. Regierungen müssten besser koordinieren, meint Studien-Leiter Philip Altbach in der britischen Times Higher Education.

Viele Länder hätten weder den Willen noch die Fähigkeit, die Entwicklung postsekundärer Bildung zu steuern, betont Altbach. Sie wüssten nicht einmal genau, wie Hochschulbildung funktioniere und was getan werden müsse, um sie so effektiv wie möglich zu gestalten. Er glaube zwar nicht an sowjetische Planungsmodelle, so Altbach, aber er denke, dass das, was europäische Analysten das »Steuern von Systemen durch Regierungen« nennen, notwendig sei.

In 13 Ländern hatte das Boston College unter der Leitung des Hochschulforschers Philip Altbach untersucht, wie sich die akademischen Systeme angesichts einer weltweit expandierenden Nachfrage nach Hochschulbildung entwickeln. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass in den meisten Ländern keine unterschiedlichen Hochschultypen mit klar abgegrenzten Missionen entwickelt würden.

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