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Meldung

Quantensprung in die Forschung

Für 15 Neuntklässlerinnen des Hamburger Gymnasiums Oberalster ging es im Programm »mint:pink« mit dem »Quantensprungbus« zum Helmholtz-Zentrum Geesthacht. Sie blickten in Forschungslabore und lernten dabei u.a. Messinstrumente aus der Küstenforschung kennen.

Das HZG ist Mitglied der größten deutschen Wissenschaftsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, und beteiligt sich an dem Programm. Es war ein besonderer Besuchstag, der für die Schülerinnen aus dem Hamburger Stadtteil Sasel geplant wurde: Sie hatten Gelegenheit in echte Forschungslabore zu blicken, ihnen wurde die Laser-Schweißhalle gezeigt. Wissenschaftlerinnen erzählten den Schülerinnen von ihren Forschungsthemen und berichteten über ihren wissenschaftlichen Werdegang und ihren Alltag am Forschungsinstitut.

Zum Beispiel Dr. Anna-Lisa Chaudhary, die gebürtige Australierin forscht in der Abteilung Nanotechnologie. »Mein Traum: Alle Häuser und Autos funktionieren mit regenerativen Energien!« Mit diesem Ziel arbeitet sie an der Optimierung von Tank- und Materialeigenschaften. Das HZG bot den mint:pink-Mädchen einen vielfältigen und persönlichen Einblick in die Forschungs- und Arbeitswelt eines großen Wissenschaftsbetriebs, der sich mit vielen Angeboten wie z. B. Schüler- und Studierendenpraktika, dem Schülerlabor »Quantensprung« und auch als Ausbildungsbetrieb für den Nachwuchs in Naturwissenschaft und Technik einsetzt.

Die Forschungsschwerpunkte des HZG liegen in der Material- und Küstenforschung: Rund 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter forschen und arbeiten in Geesthacht an Werkstoffen für Anwendungen in der Automobil- und Flugzeugindustrie, befassen sich mit Fragen zum Wandel der Küstenregionen und ergründen das Potenzial von Biomaterialien.  

»Das Engagement der Partner in Wissenschaft und Wirtschaft ist großartig«, meint Christiane Stork, Programmleiterin im Bereich Wissenschaft der Körber-Stiftung. »mint:pink räumt auf mit dem stereotypen Image der Fächer, Berufe und Menschen: Die Mädchen erleben in den Naturwissenschaften und in der Technik engagierte und begeisterte Menschen, Männer und Frauen, die als Wissenschaftler/innen oder Techniker/innen an wichtigen Fragen und Themen für die Gesellschaft arbeiten.«

Über 40 technikgetriebene Unternehmen sowie Hochschulen und Forschungsinstitute beteiligen sich an dem mint:pink-Programm, das die Initiative NAT organisiert und darauf zielt, interessierte und talentierte Schülerinnen für MINT zu gewinnen. 13 Hamburger Schulen sind an dem Programm beteiligt, die  Körber-Stiftung, die Wirtschaftsbehörde und die Joachim Herz Stiftung unterstützen mint:pink als Projektpartner.

Mehr Infos zu mint:pink
Mehr Infos zu den Motiven und Faktoren, die die Studien- und Berufswahl beeinflussen:
MINT Nachwuchsbarometer 2015


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