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Meldung

Startschuss für ein Konzerthaus der Zukunft

Zehn Jahre Partnerschaft von Elbphilharmonie und Körber-Stiftung: Endlich ist es so weit. Wir freuen uns über die neue kulturelle Nachbarschaft! Denn wir waren von Anfang an dabei. Bereits im Herbst 2005, noch vor Grundsteinlegung, entschied sich die Körber-Stiftung, »nicht in die Steine, sondern in die Inhalte« der Elbphilharmonie zu investieren.

Mit drei Millionen Euro wurde der Körber Fonds ZukunftsMusik gegründet: Musik - so der Impuls der Körber-Stiftung - sollte für jeden zugänglich, und die Elbphilharmonie als offenes Haus entwickelt werden. Seit über zehn Jahren werden aus den Erträgen des Körber Fonds ZukunftsMusik Schul- und Stadtteilprojekte der Elbphilharmonie, Fortbildungen für Musikvermittler, Medienprojekte und Fachkonferenzen finanziert.

Von 2010 bis 2015 war das KörberForum der »Vierte Raum der Elbphilharmonie«, in dem experimentelle Formate zum »Vorglühen« einluden. Kai-M. Hartig, Bereichsleiter Kultur der Körber-Stiftung: »Für uns war die Bauentscheidung der Anstoß, für viele Jahre die Musikvermittlung zum Schwerpunkt unserer Kulturaktivitäten zu machen, mit eigenen Reihen, einer Masterclass für junge Musikvermittler und internationalen Fachtagungen.«

Dabei hatten die Bauverzögerungen aus heutiger Sicht auch ihr Gutes: Sie boten der Intendanz die einmalige Chance, gemeinsam mit Partnern das Konzept Elbphilharmonie ständig weiter zu entwickeln. Denn trotz futuristischer Architektur entsprach der Bau zunächst eher der traditionellen Auffassung von klassischer Musikkultur: So war in den Plänen von 2005 weder von einem dritten Saal noch von einem pädagogischen Bereich oder einem Musikvermittlungskonzept die Rede. Und noch der Stellenplan von 2008 sah keine expliziten Kräfte für Musikvermittlung oder Audience Development vor. Das sollte sich mit dem Amtsanritt von Christoph Lieben-Seutter als Intendant ändern.

Bereits im Januar 2008 veranstalteten Elbphilharmonie und Körber-Stiftung das erste internationale Symposium unter dem Titel »The Art of Music Education« über die Rolle, die Konzerthäuser bei Musikvermittlung, Besucherbindung und gesellschaftlicher Relevanz in Zukunft übernehmen müssen.

Heute ist »The Art of Music Education« eine internationale Plattform für die Konzerthaus-Szene geworden. Dabei wird immer mehr sichtbar, dass die Elbphilharmonie auch im Bereich Musikvermittlung international zu den führenden Häusern gehört – inzwischen mit einem großen Team, zahlreichen Kooperationen und Kontakten in die Stadtteile und den Kai-Studios als kreativen Räumen. »In den zehn Jahren Kooperation mit der Elbphilharmonie konnten wir erleben, wie sich das Haus rasant entwickelt hat: Vom traditionellen Kulturtempel-Konzept zu einem Ort des 21. Jahrhunderts. Wir gratulieren der Elbphilharmonie herzlich zu diesem erfolgreichen Weg und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit«, betont Hartig.


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